Herkunft: Adenium obesum ist weit verbreitet im tropischen Afrika, sowie auf der Arabischen Halbinsel. Die Pflanze wächst nicht nur in Trockengebieten, sondern auch in kurzzeitig feuchten Regionen. Heute ist sie in vielen tropischen Gebieten in Kultur.
Pflanzengestalt: Wurzelechte Pflanzen bilden im Alter einen dicken Fuß aus. Verzweigungen bilden sich meist selbst. Manche Pflanzen wachsen strauchartig. Bei entsprechender "Bearbeitung" kann die Wüstenrose stammbildend gezogen werden. Unter guten Bedingungen können die Pflanzen bis zu 2 Meter hoch werden. Die Blütenfarben reichen von rein weiß über viele Varianten mit rosa bis kräftig rot. Manchmal ist der Blütenschlund farblich stark angegrenzt.
Ansprüche an den Standort: Ein Südfenster ist dazu bestens geeignet. Ein zu dunkler Standort läßt die Blütenknospen abfallen. Ganzjährig bei Zimmertemperatur. Im Hochsommer ist ein geschützter Standort im Freien möglich.
Pflege: Pflege ist ähnlich wie bei Kakteen, aber es gibt keine strenge Winterruhe.
Gießen und Düngen: Sehr schwach gießen, dabei niemals völlig austrocknen lassen. Wenn die Pflanze kein Laub hat, noch weniger gießen. Nicht direkt an den Fuß gießen. Besser über den Untersatz wässern, aber das Restwasser entfernen. Gedüngt wird dem Gießrhythmus entsprechend.
Umsetzen: Wenn der Topf zu klein wird, oder die Pflanze an Standfestigkeit verloren hat und umzukippen droht. Günstig sind die Sommermonate. Schwerer Boden ist möglich aber er soll durchlässig sein. Anteile von Kakteenerde sind von Vorteil.
Vermehrung: Durch Samen möglich. Durch Ableger (Stecklinge) nur bei einer Fußwärme von mindestens 25 °C.
Weitere Anmerkungen: Adenium obesum ist auf der Insel Bali eine sehr beliebte Pflanze und steht in Kübeln und Töpfen in fast jedem Vorgarten. Beliebt sind Standorte auf den Mauern der Grundstücke. Auch in anderen Ländern Südostasiens ist die Pflanze oft anzutreffen. Adenium obesum taucht heute zeitweise vermehrt im Handel auf. Diese jungen Pflanzen haben aber noch nicht den verdickten Fuß, der sich erst nach mehreren Jahren herausbildet. Die Blühwilligkeit der einzelnen Pflanzen ist auch bei optimalem Standort sehr unterschiedlich. Dem deutschen Gärtner ing. grad. Reinhard Schäfer gelang es den Dickfuß auf den verwandten Nerium oleander L. zu pfropfen. Diese Veredelung hatte gute Eigenschaften und war stärker blühwillig.
Giftig: Adenium obesum ist giftig
Hydrokultur: Ja, ist gut möglich, wenn ein sehr niedriger Nährlösungsstand eingehalten wird. Sie werden die Pflanze aber nicht in Hydrokultur im Handel finden. Sie müssen sich also selbst eine Pflanze umstellen. Dazu aber nur eine kleine, junge Pflanze verwenden. Oder Sie versuchen es mit Ablegern. Ich habe drei Adenium obesum seit 1985 in Hydrokultur stehen. Diese drei Pflanzen sind wurzelecht.
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