Sortiment: Adiantum raddianum C. Presl ist am stärksten vertreten, weiter wird Adiantum tenerum Sw. mit zarteren Wedeln, Adiantum hispidulum Sw. (hat auch lederartige Blätter und verträgt etwas kühleren Standort) und Adiantum peruviaum Klotzsch (mit größeren, lederartigen Blättern - verträgt trockenere Luft) angeboten. Meist werden nur die tropischen Arten angeboten und für die Zimmerkultur verwendet. Es gibt aber auch Arten, die bei uns im Freiland wachsen können. Dazu gehören Adiantum venustum G. Don aus dem Himalaya und Adiantum pedatum L. var. aleuticum, welches in Canada und nördlichen Regionen von Amerika vorkommt.
Herkunft: Fast alle Adiantum-Arten und ihre Zuchtformen stammen aus den südamerikanischen Regenwäldern. Es gibt aber auch Arten für das Kalthaus, die für das Freiland geeignet sind.
Gestalt: ‘Das Erscheinungsbild der filigranen Wedel sagen schon etwas über die empfindlichen Pflanzen aus. Die Blätter sind meist hellgrün, die Stiele braun bis braunschwarz drahtig.
Ansprüche an den Standort: Hell bis schattig, keine Sonne. Ganzjährig Warmhausklima, im Winter Luft- und Bodenwärme nicht unter 18 °C. Keine kalten Füße. Keine Zugluft. Bei zu kühlem und trockenem Standort stirbt die Pflanze ab. Vorteilhaft ist ein Tropenfenster. Es gibt auch "winterharte Arten", die bei uns im Freiland wachsen. Dazu gehört zum Beispiel Adiantum pedatum L., der Pfauenrad-Farn.
Pflege: Diese empfindlichen Pflanzen brauchen reichlich Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit. aber nicht direkt mit Wasser ansprühen. Ballentrockenheit ist fast tödlich für die Pflanze.
Gießen und Düngen: Nur mit temperiertem und enthärtetem Wasser in den Untersatz, saugen lassen. Feucht halten, im Winter weniger. Adiantum ist salzempfindlich, deshalb nur mit schwacher Konzentration düngen. Hier empfiehlt sich, auch für Kultur in Erde, sogar Hydrokulturflüssigdinger. Düngen von März/April bis August. Bitte lesen Sie dazu auch den Beitrag über den Gießrhythmus.
Pflanzenschutz: Bei zu wenig Licht werden die Wedel fast weiß, Lufttrockenheit schädigt das Laub, eventuell Fraßschäden durch Schnecken.
Umsetzen: Wenn der Topf zu klein wird im Frühjahr, wenn möglich Spezialerde.
Vermehrung: Durch Sporen, leichter durch teilen der Pflanze beim Umsetzen
Anmerkungen: Adiantum wird gerne als "Beipflanze" verwendet. Ebenso bei der Blumenbinderei.
Keine Pflanzenschutzsprays verwenden.
Hydrokultur: Ja geeignet, aber schlecht mit Umstellen wegen der feinen Wurzeln. Besser eine fertige (Jung)Pflanze besorgen. Diese dann aber nicht in feinen Blähton setzen, sondern gleich die Körnung 8/16 verwenden. Unbedingt, wie bei allen Farnen, auf niedrigen Nährlösungsstand achten! Erst recht bei älteren Exemplaren, da hier die Kapillarität des Substrates durch den Wurzelfilz stark erhöht wird.