Aloe variegata L. (Bitterschopf)
Niedrig bleibende Aloen
© Jörg Hölzer, Saarbrücken
Pflanzenbeschreibung
- Pflanzenfamilie:
Xanthorrhoeaceae - Grasbaumgewächse
Unterfamilie Asphodeloideae - Affodilgewächse
(Stand 2010)
- Herkunft:
Südliches Afrika, Madagaskar, Maskarenen
- Sortiment:
(Nur eine Auswahl) Aloe arborescens Mill., Aloe bellatula Reynolds, Aloe broomii Schönland, Aloe aristata Haw., Aloe humilis L., Aloe albiflora Guillaumin, Aloe brevifolia Mill. uva.
- Pflanzengestalt:
Aufrecht niedrigbleibend bis mittelhoch, horstartig wachsend
- Ansprüche an den Standort:
Volle Sonne, Süd, Südwest, West- und Ostlage werden auch toleriert
Bilder
Pflanzenpflege
- Pflege:
Sonnenanbeter, volle Sonne im Sommer, im Winter so viel Licht wie möglich. Regengeschützter Sommeraufenthalt im Freien, im Winter temperiert halten. Minimum 10 °C. Am sichersten ist eine Überwinterung im temperierten Bereich bei 12 - 18 °C, auch Zimmertemperatur wird vertragen bei ausreichender Lichtintensität, die Pflanze liebt trockene Luft und viel Frischluftzufuhr.
- Gießen und Düngen:
Aloen gehören zu den Sukkulenten. Mäßige Wässerung im Sommer, sehr wenig bis mäßig im Winter, temperaturabhängig. Ein ZUWENIG ist selten schädlich, ein ZUVIEL ist tödlich. Staunässe verträgt die Pflanze nicht. Mit Kakteendünger in der Wachstumszeit werden der Pflanze die geeigneten Nährstoffe zugeführt.
- Umsetzen:
Zu Beginn des Frühjahres in Kakteenerde, mit mineralischen Zusätzen, wie Sand und Kies, gute Drainageschicht aus Tonscherben und/oder Kies. Sehr gut ist auch eine Mischung aus Cocohum (Cocosfasern) und Sand als Substrat.
- Vermehrung:
Die Pflanze läßt sich leicht aus Samen ziehen, ebenso aus Stecklingen, deren Schnittwunde 1-2 Wochen an der Luft abheilen (abtrocknen) sollten und sich dann schnell in sandigen Substrat bewurzeln.
- Pflanzenschutz:
Pflanze ist relativ hart und verzeiht Pflegefehler, außer zu wenig Licht und zu hohe Bodenfeuchtigkeit. Für Anfänger geeignet. Kaum Schädlinge bei richtiger Pflege.
Anmerkungen
- Allgemein
Aussehen und Habitus entwickeln sich am besten bei einem vollsonnigen Sommerstand im Freien und bei temperierter Überwinterung. Die Pflanze kann dann enorm an Wachstum zulegen. Ausgepflanzt können einige Arten über 10 Meter Höhe erreichen, im Kübel wird dieses Wachstum in Grenzen gehalten.
Vielfach werden die Aloen auch als Kakteen bezeichnet und „gehandelt“. Dies ist natürlich völliger Unsinn, auch wenn manche Aloe sehr stachelig sind. Auf jeden Fall gehören sie zu den Sukkulenten, ebenso wie die Kakteen.
- Washingtoner Artenschutzabkommen:
Alle Arten der Aloen unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) und weder Pflanzen noch Samen dürfen am Naturstandort ohne behördliche Sondergenehmigung gesammelt werden.
- Weitere Anmerkungen:
Einige Arten wie Aloe humilis L. oder Aloe albiflora Guillaumin sind besonders blühfreudig.