Bewährte Erdmischungen für Kakteen

Die Zusammensetzung der Kakteenerde ist nicht ausschlaggebend. Die erwähnten Anteile sind offenbar in erheblichem Maße gegeneinander austauschbar. Entscheidend ist dagegen die Struktur des Substrats.

© M. Pauwels

Eine für die meisten Kakteen verwendbare Erde erhält man aus der Mischung von

• einem Drittel Humuserde, Lehm und Torfmull - oder an Stelle
   dieser drei Bestandteile Einheitserde
• einem Drittel grobem Sand, gegebenenfalls unter Zusatz von Splitt
• einem Drittel Bimskies, Perlite, Lava- und vielleicht noch
  Ziegel- und Urgesteinsgrus.

Humuserde, Torfmull, Lehm, Einheitserde, Perlite, Bimskies, Lava-, Ziegel- und in einem gewissen Maße auch Urgesteinsgrus vermögen Wasser zu speichern, sie erhöhen demnach die wasserhaltende Kraft des Erdsubstrats. Sand und Splitt speichern kein Wasser.

Feuchtigkeitsliebendere Pflanzen brauchen etwas weniger Sand und Splitt, feuchtigkeitsempfindliche Pflanzen dagegen etwas mehr Sand und Splitt in der Erde.


Kakteen, die schon vom Heimatstandort her einen gewissen Humusanteil im Boden schätzen, können einen etwas höheren Anteil an Einheitserde, beziehungsweise Humuserde und Torfmull, erhalten. Kakteen aus mineralischen Verwitterungsböden dagegen sollten keine Humuserde und auch kaum Einheitserde erhalten. Für diese wird man aus gut verwittertem Lehm sowie viel Sand, Splitt, Bimskies, Lava-, Ziegel- und Urgesteinsgrus sowie Perlite eine weitgehend mineralische Erde zusammenstellen.

Epiphyten, die am Heimatstandort im Humus der Astgabeln und der rissigen Rinde ihrer Wirtspflanzen wurzeln, empfehlen wir deshalb eine besonders humusreiche Erde, wenn möglich, mit reichlich Torfmoos (Sphagnum), das in Mooren und Sümpfen zu finden ist.


Allgemein gilt:
Die Zusammensetzung der Kakteenerde ist nicht ausschlaggebend. Die erwähnten Anteile sind offenbar in erheblichem Maße gegeneinander austauschbar. Entscheidend ist dagegen die Struktur des Substrats.

Es muß gut durchlässig sein, darf nicht zu feinkörnig sein und nicht zum Verdichten oder gar zum Verbacken neigen. Außerdem sollte es eine leicht sauere Reaktion aufweisen.

Berlin, den 19. Mai 2006


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