Cordyline fruticosa (L.) A. Chev. - Keulenlilie
und weitere Keulenlilien
, jetzt Unterfamilie Nolinoideae
Â
Pflanzenbeschreibung
- Pflanzenfamilie:
Asparagaceae - Spargelgewächse
Unterfamilie Lomandroideae - Keulenliliengewächse
- Sortiment:
Cordyline australis (G. Forst.) Endl. (große Art) und Cordyline stricta (Sims) Endl. (kleine Art) sind Kalthauspflanzen, Cordyline fruticosa (L.) A. Chev. (Syn. Cordyline terminalis (L.) Kunth) ist eine Warmhauspflanze. Im Handel gibt es viele Sorten wie z. B. 'Tricolor', 'Firebrand', 'Prince Albert', 'Red Edge'.
- Herkunft:
Südostasien, tropisches und subtropisches Australien und Neuseeland
- Gestalt:
Sie wachsen, je nach Art, als Bäume, Sträucher oder Halbsträucher. Manche werden in ihrer Heimat bis zu 15 Meter hoch. Es gibt Arten mit schwertförmig ungestielten Blättern und andere mit breiten gestielten Blättern, manchmal auch mit starken Blattadern. Die Blattfarben reichen von grün über grün-weiß bis gelb-grün-rosa und grün-rot.
- Ansprüche an den Standort:
Für die Zimmerkultur sind die rotblättrigen Arten am besten geeignet. Hell keine pralle Sonne. Über das ganze Jahr nicht unter 18 °C, bzw. entsprechend ihrer Herkunft - im Kalthaus. Diese sind aber meist nur als Kübelpflanzen geeignet.
- Pflege:
Hohe Luftfeuchtigkeit ist notwendig.
- Gießen und Düngen:
Gleichmäßig feucht halten, aber keine Staunässe, keine Ballentrockenheit. Düngen nach Wasserbedarf acht bis vierzehntägig. Die Cordyline fruticosa 'Red Edge' ist z.B. salzempfindlich (Überdüngung) und bekommt dann schnell braune Blattspitzen.
- Pflanzenschutz:
Befall mit Roter Spinne und Schildläuse bei Lufttrockenheit möglich.
- Umsetzen:
nach Bedarf im Frühjahr
- Vermehrung:
Durch Kopfstecklinge oder Stammstecklinge mit mindestens drei Augen bei Fußwärme. Auch durch Abmoosen. Durch Aussaat im Warmbeet im Frühjahr, wenn gutes Saatgut vorhanden ist.
- Anmerkungen:
Früher gehörte die Keulenlilie zur Familie der Liliengewächse. Bei der Zuordnung und Namensgebung der Pflanzen wird aber hin und wieder mal kräftig aufgeräumt. So gehörte die Keulenlilie zeitweise zur Familie der Agavengewächse. Wie lange? Das häufige Umbenennen und neu Einordnen der Pflanzen führt dazu, daß oft mehrere Pflanzennamen für eine und dieselbe Pflanze "umhergeistern".
Durch die Verwandtschaft mit den Drazänen (früher Familie Dracaenaceae, jetzt Unterfamilie Nolinoideae - Drachenbäumen) geraten die botanischen Handelsnamen meist noch mehr durcheinander.
Aktuell gehören die Keulenlilie zur Familie Asparagaceae - Spargelgewächse, und dort zur Unterfamilie Lomandroideae - Keulenliliengewächse
- Hydrokultur:
Sehr gut geeignet, vor allem die kleinwüchsigen Arten. Die oben links abgebildete Pflanze wurde 5 Monate davor als Kopfsteckling direkt in diesem Kulturtopf bewurzelt.