Den Ägyptern war er heilig. Er war die Pflanze von Osiris, einem ihrer Götter. In Griechenland war er neben der Weinrebe dem Gott Dionysos, im alten Rom dem Bacchus geweiht. Die Begleiterinnen von Dionysos, die Mänaden, waren mit Efeu bekränzt, ihre Thyrusstäbe mit der Pflanze umwunden.
Es waren aber nicht nur religöse Motive, die Efeu so beliebt machen.
Recht schnell entdeckte man, daß er das Blut in Wallung bringen konnte. So schrieb Sophokles: „0 sehet, es erregt mir den Geist der Efeu, der zum bacchischen Lusttaumel mich entrückt“.