Tacca chantrieri André
Tacca chantrieri André ist eine einzigartige tropische Pflanze, die als Solopflanze alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Obwohl einige Leute finden, daß Tacca einer Orchidee gleicht, ist die Pflanze ein vollwertiges Mitglied einer eigenständigen Familie, der Taccaceae. Die Pflanze stammt aus den tropischen Gebieten Südost-Asiens. Es sind Sorten in violett und weiß erhältlich.
Tacca chantrieri ‘Aameyeri‘ ist eine recht kräftige Pflanze mit langstieligen dunkelgrünen Blättern, die gut 38 cm lang werden können. Auch die Blüte hat einen auffallend langen Stiel von rund 60 cm. Die Blüte selbst könnte man als schirmartig beschreiben, mit zwei sich gegenüberstehenden Paaren braunvioletter Brakteen. Daneben befindet sich eine große Anzahl fadenförmiger grüner Brakteen. Die dicht beieinander stehenden und hängenden Blüten haben einen Durchmesser von 3,5 cm und sind tief violettbraun.
In ihrem Herkunftsgebiet wird die Pflanze auch Fledermaus- Pflanze genannt, da ihre Blüten stark an eine Fledermaus erinnern.
Die Pflanzen haben eine Höhe von 80 bis 110 cm. Die Pflanze kann vier bis sechs Wochen blühen. Danach kann die weitere Blüte durch Feuchthalten der Laubkrone stimuliert werden. Die Ergebnisse des Durchblühens sind noch von wechselnder Qualität.
Pflege
Tacca liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur von mindestens 17°C. Regelmäßiges Gießen und Besprühen ist daher ebenso wichtig wie Düngung. Es sollte auch immer etwas Wasser in die Laubkrone laufen. Dies fördert die Entwicklung neuer Blütenstiele. Trotz ihres Wasserbedürfnisses darf die Pflanze jedoch keinesfalls im Wasser stehen. Man muss daher darauf achten, dass kein Wasser im Übertopf oder Untersetzer stehen bleibt.
Im Wohnzimmer benötigt Tacca einen nicht allzu hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht. Nach der Blüte sollte der Blütenstiel möglichst entfernt werden. Um der Pflanze langfristig ihr attraktives Äußeres zu erhalten, muss sie alle zwei Jahre umgetopft werden. Nach dem Umtopfen wird vor allem in den ersten Tagen viel Wasser gegeben. Tacca erhält so die Möglichkeit, sich mit ihren Wurzeln in der neuen Topferde festzusetzen.
Anmerkung
In einer Gärtnerei in Mannheim wurden Tacca auch schon in Hydrokultur kultiviert. Neben dem hohen Ausfall in der Kultur, hatten die Blätter oft braune Ränder – ähnlich wie bei Maranten. Dies lässt auf einen zu hohen Salzgehalt oder zu hohen Wasserstand schließen.
Ergänzende Anmerkung von Hydrotip.de:
Im Internet wird auch Samen von dieser Pflanze verkauft. Auf der Seite dieses Verkäufers steht unter anderem:
Zitat:
Diese aufrechte, rhizombildende Staude stammt aus Südostasien und ist geeignet als Zimmer-, Balkon- und Terrassenpflanze.
Das stimmt so nicht! Die Tacca chantrieri André benötigt für optimales Wachstum eine hohe Luftfeuchtigkeit, die sie in der Wohnung nie erreichen werden. Als Balkon- oder Terrassenpflanzen ist sie ebenfalls wenig geeignet, da die Temperaturen in den Nächten teilweise zu stark absinken.
In "Weingegenden" mag es klappen, aber zwischendurch braucht die Pflanze eine "Erholung" im warmen Gewächshaus!
Berlin, den 28. Juli 2007
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