Frühjahrszeit = Vermehrungszeit
Frühlingszeit – die richtige Zeit für Vermehrung der Zimmerpflanzen. Die leichteste Art neue Pflanzen für die Fensterbank heranzuziehen ist die vegetative Vermehrung durch Ableger oder Stecklinge. Dies gilt bBesonders für Pflanzen in Hydrokultur.
Viele Ableger lassen sich leicht durch abbrechen von der Mutterpflanze trennen. Meist bei Sukkulenten wie Kakteen, Aloen und Agaven.
Verwenden Sie ein SCHARFES Messer!
Wenn bei Pflanzen die Stecklinge abgeschnitten werden müssen, ist ein sehr scharfes Messer zu verwenden, damit die Schnittfläche glatt ist und keine Quetschung entsteht.
Tritt bei einer Pflanze, zum Beispiel bei einer Euphorbia milii, Pflanzensaft aus, so ist dieser Fluß leicht mit Hilfe von Küchenkrepp zu stoppen. Dieser läßt sich dann nach dem Trocknen leicht wieder entfernen. Abflammen mit Hilfe eines Feuerzeuges geht nicht immer, Blätter können geschädigt werden. Eine Desinfektion mit Holzhohlenpuder ist von Vorteil und vermindert die Fäulnisgefahr.
Wenn nötig, Verdunstungsschutz verwenden
Stecklinge mit viel Blattmasse (Verdunstungsfläche) und von krautigen Pflanzen benötigen einen Verdunstungsschutz. Dazu eigen sich die heute überall erhältlichen Schwitzkästen. Für größere Stecklinge eignen sich durchsichtige Folien oder Plastiktüten.
Für kleine Stecklinge eignet sich auch ein großes Konservenglas. Die Bilder von links nach rechts – hier mit einem Blatt von Saintpaulia ionantha H. Wendl.
links — Der Blattsteckling im Gittertopf.
Mitte — Der Steckling neben dem Glas auf dem Deckel
rechts — Das alte Blatt ist hinter den jungen Pflanzen deutlich zu erkennen.
Diese Jungpflanzen können jetzt vom "alten Blatt" abgetrennt werden. Auf die Schnittstelle kommt Holzkohlenpuder. Der frisch eingetopften jungen Pflanze ist am Anfang noch ein Verdunstungsschutz hilfreich.
Weitere Artikel und ergänzende Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:
• So funktioniert die Pflanzenvermehrung
• Welches Substrat verwende ich für die Pflanzenvermehrung
• Die verschiedenen Anzuchtsubstrate
Oma’s alte Methode der Bewurzelung des Stecklings im Wasserglas funktioniert nach wie vor.
Nur beim Einsetzen ins Substrat können die jungen feinen Wurzeln beschädigt werden. Dies passiert nicht, wenn die Wurzeln gleich ins Substrat wachsen.
Hier wurde in erster Linie die Stecklingsvermehrung in Hydrokultur bildlich dargestellt. Gleiches gilt aber in abgewandelter Form auch für die Anzucht der Stecklinge in Erdmischungen. Wobei diese mit höherem Sandanteil, also durchlässig, von Vorteil sind.
Stecklinge direkt im Substart "Seramis" zu bewurzeln ist nicht ratsam, da die Körner eigentlich aus den Wurzeln entfernt werden müssen. Die Substrateigenschaft ist wasserspeichernd und es kann dann nach Einsetzen zu Staunässe kommen.
In einem Sandgemisch dagegen funktioniert es.
Berlin, den 3. Mai 2008
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