Pflanzenfamilie: Xanthorrhoeaceae - Grasbaumgewächse Unterfamilie Asphodeloideae - Affodilgewächse (Stand 2010)
Herkunft: Südafrika – meist am Kap, teilweise auch Südwestafrika
Sortiment: Eine kleine Auswahl können Sie sich bei den Bildern weiter unten ansehen. Die Bilder lassen sich alle vergrößern und dadurch werden mehr Informationen angezeigt. Es gibt viele kleinwüchsige Arten, aber auch Arten bei denen der Blütenstand bis zu einem Meter hoch werden kann. Selbst Kreuzungen mit Aloen gibt es bereits. So zum Beispiel die Gastroela. Hier wurde die Gasteria glomerata Van Jaarsv. mit einer Aloe gekreuzt.
Pflanzengestalt: Dicke fleischige Blätter sind wie Rosetten oder zungenartig, zweizeilig angeordnet. Sie sind zum Teil mit weißen Flecken oder Perlwarzen besetzt. Die Blüten hängen in lockeren Rispen oder Trauben an einem hohen Stiel. Meist bräunlich – rot. Blütezeit ist vom Frühjahr bis Sommer.
Ansprüche an den Standort: Sehr hell, die meisten Arten sonnig. Für Südfenster geeignet. Im Winter hell bei niedrigeren Temperaturen.
Pflege: Gasteria ist sehr einfach in der Pflege. Sehen Sie dazu auch bitte bei der Haworthia und bei den Aloen nach.
Gießen und Düngen: Sehr schwach gießen, es handelt sich um Sukkulente! Sehr schwach mit Kakteendünger düngen. Dabei den Gießrhythmus beachten! Im Winter (Ruhe) kaum gießen.
Umsetzen: Selten, aber wenn der Topf zu klein wird in sehr durchlässiges Substrat. Kakteenerde mit zusätzlich feinem Kies oder Sand mischen.
Vermehrung: Durch Ableger sehr leicht, durch Blattstecklinge oder Samen.
Bitte beachten Gasteria gehörte früher zur Familie der Liliaceae – Liliengewächsen. Dann wurden sie der Familie der Aloaceae - Aloengewächse zugeordnet. Heute gehören sie zur Familie der Xanthorrhoeaceae - Grasbaumgewächse und dort zur Unterfamilie Asphodeloideae - Affodilgewächse. In vielen Botanischen Gärten wurden die Schilder noch nicht geändert, was ja auch eine Kostenfrage ist. Im Handel werden diese Pflanzen vielfach auf gemischten "Platten" mit Kakteen angeboten. Deshalb glauben viele Pflanzenfreunde, daß es sich um einen Kaktus handelt. Es stehen aber sogar Aloen und Agaven dazwischen, die bekanntlich auch keine Kakteen sind. Auf jeden Fall zählen die Gasteria zu den Sukkulenten.
Hydrokultur: Ja — Gasteria ist auch für Hydrokultur geeignet. Sehr wichtig ist dabei, daß der niedrige Nährlösungsstand unbedingt eingehalten werden muß. Ebenso ist grober Blähton mit der Körnung 8/16 zu verwenden. Kulturtöpfe unter 12 cm Höhe sind nicht geeignet. Der Wasserstandsanzeiger dient hier auch nur zur "Zierde", denn wenn der Schwimmer hochkommt ist schon zu viel Wasser im Topf.