Haworthia Duval (Haworthie)
© Jörg Hölzer, Saarbrücken
Pflanzenbeschreibung
- Pflanzenfamilie:
Xanthorrhoeaceae - Grasbaumgewächse
Unterfamilie Asphodeloideae - Affodilgewächse
(aktuell März 2010)
- Herkunft:
Südliches Afrika
- Sortiment:
Haworthia angustifolia Haw., Haworthia cymbiformis (Haw.) Duval, Haworthia fasciata (Willd.) Haw., Haworthia limifolia Marloth, Haworthia reinwardtii (Salm-Dyck) Haw., Haworthia radula (Jacq.) Haw.
Diese Aufzählung ist nicht vollständig.
- Pflanzengestalt:
Horstartig, "rasenbildend“, auch Einzelwuchs, niedrigbleibend
- Ansprüche an den Standort:
Hell, aber nicht vollsonnig, Haworthia ist hitzeempfindlich. Nord, Nordwest, Nordost, Ost. Wird Haworthia im Sommer im Freien gehalten, ist ein schattiger Platz unter anderen Gewächsen angebracht.
Bilder
Pflanzenpflege
- Pflege:
Pflanzen sind sukkulent. Mit wenigen Ausnahmen liegt die Wachstumsperiode zwischen April bis November, unterbrochen von einer 6-8 wöchigen Ruhezeit von Juli bis Mitte August. Haworthia erneuert in diese Zeit ihre Wurzeln und nutzt dazu die Substanz der alten Wurzeln. Daher sollte man sie in dieser Zeit fast trocken halten, da es sonst leicht zu Fäulnis kommt. Gelegentliches Übernebeln in dieser Zeit ist willkommen. Haworthia gedeiht sehr gut bei trockener Luft und viel Frischluftzufuhr. Keine Zugluft. Übliche Zimmertemperaturen verträgt Haworthia gut, sie kann im Winter auch kühler stehen. Minimum +5° C. Haworthia ist dann nur tropfenweise zu gießen.
- Gießen und Düngen:
Sukkulent! Mäßige Wässerung im Sommer, wenig bis mäßig im Winter. Während der Wachstumsperiode sind Sukkulentendüngergaben von Vorteil.
- Umsetzen:
Das Substrat sollte locker und durchlässig sein, also keine schwere Lehmerde oder dicken Steine als Substrat. Wer viel Platz hat und gerne schöne Polster sehen möchte, der sollte sie frei oder in große flache Schalen pflanzen. Kakteensubstrat zusätzlich mit feinem Kies und Sand vermischt wie auch Cocohum (Cocossubstrat) mit Sand vermischt. Haworthia ist nicht sehr anspruchsvoll. Da die Pflanze jährlich ihre Wurzeln erneuert, sollte sie auch jährlich umgetopft werden, damit alte Wurzelreste nicht in der Erde faulen. Auf gute Drainage achten!
- Vermehrung:
Haworthien lassen sich aus Stecklingen, Samen, Blattstecklingen, Wurzeln (die Arten mit fleischigen Wurzeln) und durch abgeschnittene Blütenstände vermehren. (Bei frischen Blütenständen, d.h. wenn erst 1 - 2 Blüten offen sind, werden diese bis auf ca. 10 cm abgeschnitten, dann bildet sich in der Regel aus der obersten Braktee des verbleibenden Stengels eine neue Rosette, die man später abschneidet und wie einen Steckling behandelt). Bei der Aussaat, die zu jeder Jahreszeit aber am besten an einem Nord-Fenster stattfinden kann, sollte lediglich darauf geachtet werden, daß die Temperatur zwischen 15 - 20°C liegt und diese auch nicht wesentlich überschreitet. Bei Überhitzung stoppt der Keimungsprozess. Erst wenn alle gekeimt und die Sämlinge an die frische Luft akklimatisiert sind, werden auch kurzzeitig höhere Temperaturen vertragen, vorher nicht. Samen, der älter als ein Jahr ist, keimt in der Regel nicht mehr.
- Pflanzenschutz:
Schädlingsbefall ist sehr selten. Überhitzung durch Sonne und zu hohe Temperaturen sowie zu hohe Bodenfeuchte führen zu Schäden und zum Verlust der Pflanze.
- Giftpflanze?
Nichts bekannt
- Washingtoner Artenschutzabkommen:
Alle Arten der Haworthien Afrikas unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) und am Naturstandort dürfen weder Pflanzen noch Samen ohne behördliche Sondergenehmigung gesammelt werden.
- Nutzpflanze:
Nicht bekannt
- Weitere Anmerkungen:
Haworthien wirken sehr schön in Bonsaischalen.
Pflanzen sind sehr pflegeleicht und für den Anfänger, der Wasser spart, geeignet.
Haworthien werden oft in den Gartenabteilungen von Baumärkten unter "Kakteen" angeboten. Die Haworthien sind zwar Sukkulente wie die Kakteen, die aber zur Familie Cactaceae gehören.
- Hydrokultur:
Ja funktioniert, wenn die wichtigen Punkte des niedrigen Nährlösungsstandes sowie die Verwendung von grobem Blähton beachtet werden. Auch sind hier niedrige Töpfe oder Schalen von Nachteil.