Hydrokulturgefäß

Die Vor- und Nachteile

Schön sollen sie sein die notwendigen Übertöpfe. Aber auch das ist relativ, denn die Geschmäcker sind ja verschieden. Viel wichtiger bei den Übertöpfen /Gefäßen ist aber die Zweckmäßigkeit!
Der Werkstoff aus dem sie gefertigt sind muß in erster Linie lebensmittelecht oder chemisch neutral sein. D.h.: durch die darin enthaltene/gestaute Nährlösung darf keine chemische Reaktion ausgelöst werden. Solch eine Reaktion würde den Pflanzen schaden. Kunststoffgefäße sind fast immer lebensmittelecht solange sie innen nicht lackiert sind.

Bei Keramikgefäßen ist darauf zu achten, daß diese "wasserdicht" sind. Lachen Sie nicht, aber es gibt Keramiktöpfe, bei denen das Wasser (Nährlösung) durchsickert, weil die Glasur rissig wird. Hier handelt es sich um Billigprodukte (meist Importe), die mit Temperaturen unter 900° C gebrannt wurden. Diese sind keinesfalls geeignet. Qualität erfordert eine hohe Brenntemperatur für den quot;Scherben" und diese liegt bei 1100° C. Dadurch wird ein solcher Übertopf auch teurer.

Gefäße aus Kupfer oder Messing können nur verwendet werden, wenn die Pflanze darin in einem separaten Kunststofftopf steht. Auskleiden mit einer starken Kunststoffolie (Teichfolie) ist möglich. Bootslack kann auch verwendet werden. Dieser muß aber immer wieder erneuert werden, da er maximal 2 Jahre hält.

Edelstahl 18/10 ist geeignet. Glas kann verwendet werden, wenn es lichtundurchlässig ist. Es können sonst Algen wachsen, die der Pflanze schaden.

Neben dem Material ist die "optimale Form" ein sehr wichtiger Punkt. Optimal heißt, daß neben dem Kulturtopf mit der Pflanze ein ausreichender Nährlösungsvorrat Platz findet und Platz für Wurzeln ist. Wenn dieser Vorrat zu knapp bemessen ist, habe ich auch keine Langzeitversorgung. Letztendlich sollen die Maße des Übertopf passend sein zum Kulturtopf (Einsatz) in dem die Pflanze steht. Die Pflanze in einem optimalen Gefäß/Übertopf dankt es mit besserem Wachstum.

Nicht alles was im Handel als Übertopf für Hydrokultur, auch von namhaften Herstellern, angeboten wird ist optimal oder gut für die Pflanzen!

Zusammengefasst werden folgende Anforderungen an das Hydrokulturgefäß gestellt:


Bei der Auswahl bitte beachten:
Für alle Systeme gilt: Im Hydrokulturgefäß (Übertopf) befindet sich der passende Kulturtopf (Einsatz), darin das Substrat mit der Pflanze.



Vase
Ein "altes" Gefäß (Vase) aus den Anfängen der Hydrokultur im Wohnbereich. Heute nicht mehr im Handel zu finden.
Einfacher Zylinder
Einfacher Zylinder meist aus Kunststoff aber auch Keramik. Aufgrund
der Bauart wenig Nährlösungsvorrat
Gefäß mit Kragenrosette
Mit Hilfe der Kragenrosette wird das Gefäß "vergrößert" ergibt mehr Raum für den Nährlösungsvorrat.
Combi Cor
Dieser Typ besteht aus Kunststoff und 2 Teilen (Ober- und Unterteil) günstiger Raum für den Nährlösungsvorrat.
Nach meinen Informationen wird dieser Gefäßtyp (leider) nicht mehr hergestellt.
Bauchiges Gefäß
Solch ein bauchiges Gefäß ist meist Keramik. Raum für den Nährlösungsvorrat ist "noch" günstig. Leider selten im Handel zu finden
Schlechtes Gefäß - Trapez Form 2)
Dieses Gefäß täuscht etwas vor, was aber nicht vorhanden ist, nämlich Raum. Sehr ungünstig für Hydrokultur, da minimalster Nährlösungsvorrat und kaum Luftaustausch.

Hydrotank
Der Hydro-Tank ist das optimalste Hydrokulturgefäß mit großem Nährlösungsvorrat. Wichtig bei sogenannten "Säufern". Es ergibt sich damit auch eine echte Langzeitversorgung. Der Nährlösungsstand ist in der Höhe regelbar, großer Rauminhalt, guter Luftaustausch.

Hydro-Tank reguliert
Hydro-Tank mit reguliertem Nährlösungsstand Der Vorratstank ist gedreht, die Nährlösung läuft aus bis sich die Öffnung des Drehtanks durch die Wasserhöhe schließt.
Leicht bauchiges Gefäß
Dieser Typ in Keramik und Kunststoff wird z.Zt. wieder häufig angeboten. Aber sehr ungünstig für Hydrokultur, da minimalster Nährlösungsvorrat und kaum Luftaustausch.
Gefäß ′Trapez′
Dieser Typ in Keramik und Kunststoff wird z.Zt. wieder häufig angeboten. Aber sehr ungünstig für Hydrokultur, da minimalster Nährlösungsvorrat und kaum Luftaustausch. Dazu auch noch viel zu geringer Nährlösungsvorrat.

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