Impatiens walleriana Hook. f. - Springkraut
Impatiens Neuguinea-Hybriden
Pflanzenbeschreibung
- Pflanzenfamilie:
Balsaminaceae - Balsaminengewächse
- Sortiment:
Impatiens sind sehr dankbare Topfpflanzen, die bei richtiger Pflege einen üppigen Blütenreichtum entwickeln. Die Blütenfarben reichen von weiß über rosa bis tiefrot und violett. Manche Sorten haben auch zweifarbige Blüten mit dunklem Auge.
- Herkunft:
Die Vorfahren des Lieschens, Impatiens sultani Hook. f.und Impatiens holstii Engl. & Warb. stammen aus dem tropischen Ostafrika, sowie von den vorgelagerten Inseln. (Sansibar) Sie wachsen dort wie "Unkraut" bis in Höhen von 1000 Metern. Das in Europa kultivierte Lieschen erhielt den Artnamen Impatiens walleriana Hook. f..
In unseren Breiten gibt es auch einige Arten Impatiens als Wildpflanzen, z.B. Impatiens noli-tangere L., das Große Springkraut, ist eine einjährige Pflanze.
Weiter bekannte Arten sind Impatiens hawkeri W. Bull aus Neuguinea, Impatiens repens Moon eine kriechende Art aus Sri Lanka (Ceylon) mit sehr kleinen Blättern und gelben Blüten, Impatiens pseudoviola Gilg, Impatiens usambarensis Grey-Wilson und Impatiens zombensis Baker stammen aus Ostafrika.
- Gestalt:
Impatiens sind krautige Halbsträucher, die bis zu 60 cm hoch werden können. Die Triebe sind fleischig und stark verzweigt. Die Blätter sind meist hellgrün und leicht gezahnt. Es gibt auch Sorten mit weißbunten länglichen Blättern.
- Ansprüche an den Standort:
Hell, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Winterstandort bis 15° möglich, darunter Unterkühlungsschäden mit Blattfall und Blütenlosigkeit, bis abfaulen bei zu feuchtem Substrat (Staunässe). Im Sommer können Impatiens auch im Freien, oder im Balkonkasten gepflegt werden. Zu dunkler Standort beeinträchtigt die Blühfreudigkeit. Impatiens sind alle frostempfindlich.
Trotzdem ist ihre Pflege im Haus nicht einfach. Sie eignen sich besser als Balkonpfanze oder für Kübel und Freiland.
- Bilder
Pflanzenpflege
- Pflege:
Luftfeuchtigkeit wird gewünscht, aber direktes einsprühen schädigt Blüten und Blätter. Gleichmäßige Feuchtigkeit des Substrates auch abhängig von der Temperatur. Durch Stutzen wird ein Kompaktes Wachstum erreicht.
- Gießen und Düngen
Bei warmem Standort reichlich mit enthärtetem Wasser gießen. Nur während der Hauptwachstumszeit regelmäßig düngen, angepasst an den Gießrhythmus.
- Pflanzenschutz:
Im Sommer kann rote Spinne auftreten. Bei zu trockener Luft sind auch Blattläuse oder weiße Fliege möglich.
- Umsetzen:
Alte Pflanzen umsetzen lohnt nicht, da diese meist unansehnlich geworden sind. Besser ist eine "Verjüngungskur" durch Anziehen von neuen Pflanzen durch Stecklinge. Es ist ratsam die frisch angezogenen Stecklinge zu entspitzen, um ein buschiges Wachstum zu fördern.
- Vermehrung:
Sehr leicht durch Samen, der sehr schnell keimt, im zeitigen Frühjahr, oder durch Stecklinge.
- Anmerkungen:
Weitere deutsche Namen für das Impatiens walleriana sind "Kräutlein-rühr-mich-nicht-an" und Springkraut. Diese Bezeichnung kommt von der Art wie die reifen Samenkapseln im Sommer ihren Samen verschleudern. Das war auch der Grund, daß in meinen Balkonkästen plötzlich mehrere Impatiens wuchsen. In meinen Kästen kultiviere ich immer Tomaten in Hydrokultur. Als Substrat verwende ich hier Lecadan®.
- Hydrokultur:
Umstellen von Erde auf Hydrokultur lohnt nicht. Außerdem sind die Wurzeln zu fein. Besser durch Anzucht von Stecklingen. Als fertige Pflanzen von Impatiens in Hydrokultur werden manchmal die Neuguinea-Hybriden angeboten. Sie eignen sich besser durch ihren aufrechten Wuchs. Diese Neuguinea-Hybriden lassen sich aber auch leicht durch Stecklinge in Hydrokultur anziehen und sind bedingt als Zimmerpflanze geeignet. Ein kühler Standort ist empfehlenswert.