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Blähton - Herstellung

Wir sehen ihn jeden Tag, wir benutzen ihn seit Jahren, aber wie wird er hergestellt?

Wir kennen den Blähton, der überwiegend als Substrat für die Hydrokultur Verwendung findet.
Aber woher kommt dieser Blähton, oder wie wird er hergestellt?


Anlässlich der Mitgliederversammlung 2004 der DGHK am 19. September 2004 hatten wir die Gelegenheit die Firma FIBO EXCLAY in Lamstedt zu besuchen. Dort wird unter anderem Blähton für die Hydrokultur, wie auch für die Bauindustrie hergestellt. Zwei grundlegende Kriterien unterscheiden beide Blähtonarten in ihren Eigenschaften. Der Blähton für die Bauindustrie muß leicht sein, der Blähton für die Hydrokultur salzarm und frei von für Pflanzen schädlichen Stoffen. Der Produktionsanteil des Blähtons für den grünen Bereich ist etwas geringer als der Anteil für den Baubereich.




Blähton ist ein Naturprodukt
Der Ton wird immer im Labor untersucht bevor feststeht für welches Einsatzgebiet er gebrannt werden kann. Die abgebauten Tonschichten werden in Lamstedt zuerst in Mieten zwischengelagert.
Zu Beginn der weiteren Verarbeitung durchläuft er mehrere Knetvorgänge. Dabei werden auch noch Fremdkörper wie Steine aussortiert. Nach diesen Knetvorgängen gelangt er dann in den großen Drehofen, in dem bei Temperaturen bis 1100 °C der Ton gebrannt wird.


Hierbei entsteht auch die bekannte, poröse Struktur, die wir bei einem zerbrochenen Korn leicht erkennen können. Am Ende des Ofens wird der gebrannte Ton dann wieder heruntergekühlt und über Förderbänder zuerst einmal auf eine Halde transportiert.


Der Blähton für die Hydrokultur wird vor dem Abpacken noch nach Korngröße sortiert. Die gebräuchlichen Korngrößen je nach Verwendung sind in mm 2/4, 4/8 und 8/16. Größere Körner werden gebrochen. Gebrochener Blähton findet am meisten Anwendung im Außenbereich. Wir empfehlen ihn auch für die Bewurzelung von Stecklingen. Die guten Eigenschaften hierbei sind gute Wasserführung bei guter Belüftung.


Berlin, den 25. September 2004

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