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Langzeitversorgung

Vergleich des Nährlösungsvorrates:
Beide Gefäße sind für den Kulturtopf 15/12 (15 cm Durchmesser und 12 cm Höhe). Links ein Hydro-Tank 1 Liter, rechts sehen Sie ein Gefäß in zylindrischer Form. Deutlicher geht es nicht!

Die Beweggründe, warum wir Hydrokultur betreiben, sind nicht nur die weniger Schmutz verursachenden Arbeiten beim Einsetzen oder Umpflanzen. Neben den vielen anderen Vorteilen wie bessere Nährstoffversorgung und gute Wurzelbelüftung wollen wir ja auch die Gießintervalle verlängern, also eine Langzeitversorgung erreichen. Dies ist aber leider mit den im Handel angebotenen Übertöpfen, aufgrund der Form, für die meisten Pflanzen nicht möglich. Der Nährlösungsstand darf nicht zu hoch sein und der Vorrat ist durch diesen ungünstigen Formen der Übertöpfe viel zu gering. Wenn dann die Pflanze noch recht stattlich gewachsen ist, ein paar heiße Sommertage hinzukommen und die Pflanze auch noch ein "Säufer" ist, so muß praktisch an jedem 2. Tag nachgefüllt werden (wie bei Pflanzen in Erde sehr oft gegossen werden muß). Dann kann ich mir die Hydrokultur sparen!

Hier gibt es die Möglichkeit die sinnvollste und praktischste Innovation" für die Hydrokultur einzusetzen, nämlich den®Hydro-Tank. Der Hydro-Tank von Dr. Blaicher ist eigentlich eine der genialsten Erfindungen im Bereich der Hydrokultur, weil technisch sehr einfach und optimale Wachstumsbedingungen erreicht werden. Dabei ist mir bis heute vollkommen unverständlich, warum die Fachwelt (?) den®Hydro-Tank zu jeder Gelegenheit seit seiner Erfindung boykottiert hat?



Übersicht ®Hydro-Tank - Sortiment



Den ®Hydro-Tank gibt es als:
"Mini-Tank" (1) für Jungpflanzen. Der Tank hat hier einen Vorrat
   von 70 ml.
Weiter gibt es die Tischgefäße mit
• Tischgefäß mit 0,5 Liter (2) und
• Tischgefäß mit 1 Liter (3) Vorratstank.

Für den Einbau in Gemeinschaftspflanzungen (Arrangements) gibt es den
• 1 Liter Einbautank (5) für 12 cm Gefäßhöhe und den
• 2 Liter Einbautank (6) für eine Gefäßhöhe von 22 cm.
• Den 6 Liter Einbautank (7) für Großgefäße gibt es nicht mehr. Bei sehr großen Gefäßen müssen dann 2 oder 3 Einbautanks à 2 Liter eingebaut werden.
Das Anzuchtset (4) gibt es ebenfalls nicht mehr.


Ferner gibt es einen 50 Liter Tank (8), der auf Pflanztischen in Gartenbaubetrieben eingesetzt wird. Oder bei Außenanlagen wie auf der Bundesgartenschau 1975 in Berlin, sowie einer Anlage auf einem Bahnsteig des Mannheimer Hauptbahnhofes. Auf dem Bild ist eine Sitzfläche hochgeklappt. Hier sind drei Tanks à 50 Liter zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite sind 3 weitere Tanks untergebracht. So ergibt sich alleine in den Tanks ein Nährlösungsvorrat von 300 Litern. Dazu kommt der Vorrat auf der Grundfläche der Anlage.

Nährlösungshöhen der verschiedenen Hydro Tank - Größen:
Beim Mini-Tank beträgt die Höhe der Nährlösung 5 mm, der Vorrat im Tank beträgt 70 ml. Das ergibt einen Gesamtvorrat von 100 ml. Beim 1/2 Liter Tank beträgt die Normalhöhe des Nährlösungsstandes 15 mm, beim 1 Liter Tank und beim 1 Liter Einbautank beträgt die Höhe des Nährlösungsstandes jeweils 20 mm. Somit ergibt sich beim 0,5 Liter Tank ein Gesamtvorrat von 1 Liter und beim 1 Liter Tank (Tischgefäß) von ca. 2 Litern.Für den Einbautank kann ich hier keine Angaben machen, da das von der Bodenfläche des Gefäßes abhängt, in das der Tank eingebaut wird.


®Hydro-Tank Ausführung ‘S‘

Bei den beiden Tischgefäßen mit 0,5 Liter und 1 Liter Tank, sowie bei dem 1 Liter Einbautank gibt es noch die Ausführung ‘S‘. Hier hängt der drehbare Tank so tief im Gefäß, daß der Nährlösungsstand bis auf null heruntergeregelt werden kann. Dies ist bei verschiedenen Kulturen, wie z.B. Orchideen, Kakteen, Bambus und Farnen sehr wichtig! Bei normalen Tischgefäßen mit einem Wasserstandsanzeiger ist ein notwendig niedriger Nährlösungsstand von nur wenigen Millimeter nicht zu überwachen, da der Anzeigestab des Wasserstandanzeigers ja praktisch erst ab 1 cm Nährlösungsstand, wegen der zum Auftrieb notwendigen Eintauchtiefe (vielleicht) gerade mal wackelt.
Für den 2 Liter Einbautank ist die Ausführung ‘S‘ geplant.
Ein zusätzlicher Vorteil der Einbautanks ergibt sich, daß durch den Schacht Wasser (Nährlösung) abgesaugt werden kann, ohne das Arrangement auseinander zunehmen. Dies ist wichtig für das Durchspülen (reinigen). Wenn ein Wasserstandsanzeiger eingebaut ist geht das ja nicht, da diese bei der Gefäßhöhe von 12 cm keinen Absaugschacht besitzen.

Über die "Schönheit" der ®Hydro-Tank-Tischgefäße mag man (vielleicht) geteilter Meinung sein.
Wenn aber optimal versorgte Pflanzen darin wachsen und diese dann entsprechend groß sind, so fallen ja die Pflanzen ins Auge und die Gefäße treten in den Hintergrund, zumal sie doch recht neutral gehalten sind. Eine echte Langzeitversorgungist also nur mit dem System ®Hydro-Tank zu erreichen. Es gibt zwar die Möglichkeit der "Marke Eigenbau" mit einer umgestülpten Flasche, was aber bei Tischgefäßen kaum zu realisieren ist. Würde die verkehrt herum eingestellte Flasche in Großgefäßen in öffentlichen Räumen eingesetzt, würde die gewünschte Funktion nicht erreicht, weil fast jeder neugierig wäre und herausfinden will, was es mit dieser Flasche auf sich hat.


+ Bilder auf dieser Seite: © Dr. Blaicher und  Hydrotip.de

 
Berlin, den 15. März 2001

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