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Jungpflanzen

Für Hydrokultur oder Kultur in Erde gelten gleiche Bedingungen, nur das verwendete Substrat ist dann jeweils organisch oder anorganisch.

Für Hydrokultur oder Kultur in Erde gelten gleiche Bedingungen, nur das verwendete Substrat ist dann jeweils organisch oder anorganisch. "Jungpflanzen" sind kleine Pflanzen und werden meist aus Samen direkt in anorganischem Substrat angezogen. Sie stehen oft in Gittertöpfen mit 5 cm oder 6 cm Durchmesser.
Die jungen Pflanzen können sofort in größere Kulturtöpfe gesetzt werden. Vorsicht ist bei den Wurzeln geboten. Es ist zumindest der obere Rand des Anzuchttopfes
einzuschneiden, besser aber ist es den Gittertopf ganz zu entfernen (Achten Sie auf die Wurzeln).


Jungpflanzen können auch aus Stecklingen angezogen werden.
Hier empfehlen wir die Verwendung von grobem Blähton wegen der besseren Belüftung. Dieser ist besser als der ganz feine mit der Körnung 2/4, denn der klumpt, wenn er nass wird.
Bewährt für die Bewurzelung in Hydrokultur hat sich auch der Einsatz von  gebrochenem Blähton (Lecadan)

Hier ist eine gute Luftführung bei guter Wasserführung gewährleistet.
Je nach Jahreszeit erscheinen die ersten Wurzeln bereits nach drei Wochen.


Bei Hydrokultur können die Jungpflanzen früher in größere Töpfe gepflanzt werden. Es erspart häufiges Umsetzen.
Manche größeren Stecklinge können direkt in den Kulturtopf für ein Tischgefäß gepflanzt werden.



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Samen und Stecklingsvermehrung in Erde

Hier wird in gleicher bzw. in ähnlicher Weise wie bei der Hydrokultur verfahren.
Für den Hausgebrauch verwenden Sie kleine Kunststofftöpfe oder die aus Torf gepressten Anzuchttöpfe.



Es ist darauf zu achten, daß dabei ein gut durchlässiges organisches Substrat (Kakteenerde) oder Sand verwendet wird. Speziell angebotene Anzuchterde erfüllt auch ihren Zweck, ist aber im Vergleich recht teuer.
Manche Samen müssen vorbehandelt werden. Wie, diese Angaben finden Sie auf der Packung. Manche Samen müssen mit Substrat bedeckt werden, andere nicht. Wiederum benötigen manche Samen gespannte Luft oder Fußwärme

Es gibt viele Pflanzen, die mindestens 25 °C zur Keimung oder Bewurzelung verlangen.
Die Erde wird nicht mit der Gießkanne "weggeschwemmt", sondern besser mit einer Sprühflasche feucht gehalten.
Rechtzeitiges Pikieren und Vereinzeln der Sämlinge ist erforderlich.

Bei Stecklingen sollen die Schnittstellen, je nach Pflanzenart, vor dem Einsetzen etwas abtrocknen. Bei Sukkulenten schadet es nicht, diese einige Stunden oder bis zum nächsten Tag liegen zu lassen.
Eine Desinfektion der Schnittstellen mit Holzkohlenpuder ist zu empfehlen.
Das Substrat wird am Anfang auch hier nur leicht eingesprüht.


Viele Stecklinge bilden schneller Wurzeln bei Fußwärme und bei gespannter Luft. Im Handel gibt es heute diese kleinen Treibhäuser in verschiedenen Größen für die Fensterbank. Achten Sie beim Kauf darauf, daß die Haube möglichst hoch ist.
Für große Stecklinge in größeren Töpfen dienen als Verdunstungsschutz durchsichtige Kunststofftüten. (siehe Bilder oben)

Ein Bewurzeln im Wasserglas oder einer Vase ist nicht zu empfehlen, da dann die Wurzeln beim Einsetzen beschädigt werden. Hier wird mehr darüber geschrieben.

Für den Erwerbsgartenbau gibt es Betriebe, die sich extra mit der Jungpflanzenproduktion befassen. Der Gärtner bekommt die Jungpflanzen auf Platten geliefert, um diese dann weiter zu kultivieren.


Für Endverbraucher werden vielfach junge Pflanzen in kleinen Töpfen mit 5 cm Ø verkauft. Hierbei handelt sich oft um Mischangebote, bei denen dann die korrekten Namen fehlen.

Ein Beispiel sind die Sortimente mit der Bezeichnung "Kakteen", aber es sind unter anderem Aloen, Agaven, Euphorbien oder Dickblattgewächse darunter.

Viele Bilder von Jungpflanzen finden Sie hier.

Berlin, den 19. April 2001

ergänzt im Sommer 2011

 




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