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Helleborus L.

In diesem Jahr wurden wie im vergangenen Jahr die Christrosen in Töpfen angeboten. Es waren zumeist die Helleborus niger L. Dabei versuchte der Handel wieder einmal die arglosen Käufer dazu zu animieren, diese als Geschenk zu kaufen. Damit die Käufer schneller zugreifen, waren die Pflanzen sehr oft wieder mit Glitter eingesprüht.


Wenn der Beschenkte einen Garten besitzt, so mag der sich vielleicht darüber freuen, und das Geschenk kann noch angebracht sein. Was aber macht der Empfänger, wenn er keinen Garten besitzt? Der Topf wandert dann, wenn die Pflanze ihre Blüten verloren hat, in den Müll. Für einen Balkonkasten ist die Christrose nämlich nicht geeignet. Zum Verschenken, wenn es denn unbedingt Christrosen sein müssen, eignen sich diese höchstens in Form von Schnittblumen.



Neben dem deutschen Namen "Christrose" wird diese schöne Gartenstaude oft auch als "Schneerose" und "Lenzrose" bezeichnet. Schneerose, weil sie ihre Blüten manchmal durch die Schneedecke schiebt. Das ist ein schöner Blickfang in einem winterlichen Garten. Der Name "Lenzrose" kommt von den etwas später blühenden Hybriden. Diese entfalten ihre Blütenpracht erst im Frühjahr.

Die "klassische" Christrose ist die Art Helleborus niger L. mit weißen Blüten. Die Bezeichnung "niger" kommt von den schwarzen Wurzeln, aus denen das Niespulver gewonnen wird. Dies erklärt gleich wieder einen gebräuchlichen deutschen Namen für die ganze Gattung – "Nieswurz".

Für die Liebhaber dieser Pflanzen gibt es inzwischen viele schöne Züchtungen (Hybriden, z.B. mit Helleborus thibetanus Franch.). Einige Sorten mit gefüllten Blüten sind auch darunter. Das Farbenspiel reicht von Kremweiß über viele Grüntöne bis hin zu rosa und violetten Schattierungen. Selbst gestreifte und gefleckte Blüten sind darunter. Nach dem Verblühen, wenn sich die Früchte bilden und ausreifen, verfärben sich die Blütenblätter in dunklere Farbtöne.
Diese bunten Hybriden sind Kreuzungen von Helleborus orientalis Lam. mit verwandten Arten.

Die Christrosen gehören zur Familie der Ranunculaceae – Hahnenfußgewächse.

Helleborus sind eigentlich Waldbewohner. Sie lieben einen schattigen bis halbschattigen Standort und mögen keine pralle Sonne. Der Boden soll kräftig und humusreich sein, dabei aber durchlässig. Die Wurzeln wachsen bis zu 50 cm tief. Gedüngt wird in der Zeit von März bis August. Schwache Kalkgaben sind neben Hornspänen angebracht. Beste Pflanzzeiten sind Oktober bis November und Februar bis März, immer wenn der Boden frostfrei ist.

Bitte beachten Sie:
Die Christrosen sind in allen Teilen sehr giftig.

Auf dieser Internetseite finden Sie weitere interessante Informationen über Helleborus

Berlin, den 27. Dezember 2008

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