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Reisebericht: Eine Woche Türkei - 2. Teil

Sonne, Strand, Wasser, Natur - das alles hatten wir gehabt, Mitte März

Eine Woche "Türkische Riviera“- Eine Woche Sonne, Strand, Wasser, Natur, das alles hatten wir gehabt - Mitte März. Einen traumhaften Blick aus dem Hotelzimmer auf schneebedeckte Berge des Taurus-Gebirges, den kleinen Ort Kemer-Kiris und im Hotel „All-inclusive“ mit Langzeitfolgen für die Figur.

Wir berichteten über unsere vielfältigen Eindrücke über dieses faszinierende Land bereits im ersten Teil unseres Reiseberichtes.
Hier nun die Fortsetzung:

Die Überraschung:
Der ECO-Park bei Kemer-Tekirova!

Seit über 10 Jahren ist Dr. Tomruk, ein international bekannter Reptilienexperte damit beschäftigt diesen Park mit privaten Mitteln und Spenden aufzubauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Der ECO-Park ist eine Oase für die heimische Tier-und Pflanzenwelt. Er soll ein Gegenpol zu den staatlichen und privaten Zerstörungen der Landschaft sein. Nur, auch da waren wir von der Jahreszeit zu früh dran.
Die Vegetation ist noch etwas spärlich gewesen. Dafür war der persönliche Empfang, wir waren nicht angemeldet, durch Dr. Tomruk umso überwältigender. Er führte uns beide eineinhalb Stunden durch sein Reich und überhäufte uns mit Informationen und Eindrücken. Danke nochmals dafür.

Das erste Mal in meinem Leben hatte ich eine Schlange in den Händen gehalten und meine Vorurteile sind weg. Das Foto leider auch - Gelöscht - weil der Speicher der Kamera dann sehr schnell voll war und wir ja Pflanzen fotografieren wollten. Schließlich ist das hier Hydrotip und keine Schlangen-Website!

Erwähnenswert ist die jährliche Aufzucht tausender einheimischer Schlangen in speziellen Anlagen. Dazu werden weibliche Schlangen dort ausgesetzt und die Männchen aus der freien Natur können nicht widerstehen. Diese kommen dann in die Anlage, aber selbstständig nicht wieder heraus.
Erst nachdem diese für Nachwuchs gesorgt haben werden sie wieder von den Weibchen getrennt und in die freie Natur zurückgebracht. (Wie bei den Menschen?)
Jedenfalls sollen sich in den Anlagen des EKO-Parkes im Sommer tausende Schlangen tummeln und dem einen oder anderen Schauer über den Rücken laufen lassen.



Für mich völlig unbekannt war eine Baumart, die ihre endgültige Größe in wenigen Monaten erreicht und dann nur noch in die Breite wächst. Das sind Überlebenskünstler in schattigen Wäldern.
Erwähnenswert ist ausserdem die große Anzahl von Reptilien im Park, die nach dem neuesten internationalen Standard gehalten werden. Auch eine Kakteenzucht, die Dr. Tomruk als Hobby betreibt ist sehenswert.






Es lohnt sich diesen Park zu besuchen und mitzuerleben, wie mit viel Fleiß und Ausdauer versucht wird ein Umdenken bei der einheimischen Bevölkerung in Bezug auf den Umgang mit der Natur zu erreichen und das ohne staatliche Unterstützung!




Wir hatten in einer Woche sehr viele Eindrücke zu verarbeiten, z.B. haben wir die Grabanlagen der Stadt "Myra“ besichtigt. Diese sind in die Felshängen geschlagen wie Waben. Nach dem Glauben der Lykier wurden die Seelen der Verstorbenen von den Sirenen in den Himmel fortgetragen. Sehenswert auch das gut erhaltene Theater neben den Grabanlagen.





Uns allen bekannt ist St. Nikolaus, aber daß er in diesem Gebiet als Erzbischof im 3./4. Jahrhundert gewirkt hat, wissen wohl die wenigsten.
Er vertrat humanistische Anschauungen und setzte sich sehr für Notleidende ein. Damals und auch heute nicht selbsverständlich!
Bei uns wird der Nikolaus verniedlicht als Kinderfreund dargestellt.
Die historische Person hatte und hat auch noch in der heutigen Türkei einen wichtigen Symbolcharakter für das menschliche Zusammenleben.
Die St. Nikolaus-Kirche in Myra wird gerade mit viel Spendengeld saniert und ist besonders wegen ihrer Fresken sehenswert.

Mensch, Natur und Kultur, das ist so schwer unter einem Hut zu bekommen. Als Gäste der Türkei haben wir versucht das Verständnis dafür zu bekommen. Unserem "Weltbild" wurden wieder neue Eindrücke und Erkenntnisse hinzugefügt.

Alle Bilder von dieser Reise sehen Sie in dieser Galerie

© Gerd Otto

29. April 2005


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