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Ein Gummibaum Namens "Benni"

Nach den Eisheiligen können auch Zimmerpflanzen raus

Nachfolgender Beitrag erscheint in der neuesten Ausgabe der "Hydrokultur intern“. Dies ist die Vereinzeitsschrift der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur.

Mir gefiel die Ironie, die darin steckt. Dabei muß ich dann auch an eine "Eigenheit“ der Berliner denken. Es ist keine Erfindung vom Autor, sondern diese Feststellung beruht auf jahrelangen Beobachtungen! Der Berliner also stellt beim ersten Sonnenstrahl im Frühjahr, seinen Gummibaum und die Palme (was immer das ist, in den seltensten Fällen tatsächlich ein Palme) auf den Balkon, macht die Brust frei und versucht die Sonnenstrahlen einzufangen. Aber genauso extrem verhält er sich am Jahresende. Sieht er die erste Schneeflocke, so wird der „Mottenfifi“ rausgeholt und er sucht nach dem Schlitten auf dem Speicher.

Hier also der Beitrag von Herrn Andreas Reiner

Wenn die ersten Sonnenstrahlen auf den Balkon fallen, die Krokusse zu blühen beginnen regt sich beim Hobbygärtner oft das Gefühl, dass es schon Zeit sei, seinen Zimmerpflanzen Freiheit zu gewähren.
Anders gesagt: Die Pflanzen aus dem Wohnzimmer, der Küche oder aus dem Wintergarten werden auf dem Balkon freigelassen. Allerdings wird dabei oft vergessen, dass unsere Zimmergenossen sich nicht lautstark, wie etwa ein Hund bemerkbar machen können. Auch wenn der Ein oder Andere am Morgen sein Auto vom Eis befreit und sich ärgert wie kalt es doch im April noch sei, ist der Gummibaum unbemerkter Weise schon tot.


Scheinen die nächsten Sonnenstrahlen auf den Balkon werden die ersten Gartenmöbel neben dem tropischen Freund aufgestellt. Die Aussage: "Oh... Schatz, ist der schön grün" klingt fast schon salomonisch, doch er ist in Wirklichkeit schon lange erfroren! Erst beim dritten Mal stellen nun alle Beteiligten fest, dass die schöne Zimmerpflanze wohl Schaden genommen hat.
Jetzt kommen die ganzen schönen Erinnerungen vom letzen Jahr hoch: Der Kauf im Baumarkt, Liebe auf den "Ersten Blick", der Heimtransport mit der Spitze aus dem Schiebedach, das erste Weihnachtsfest mit der großen Grünpflanze, anstatt eines Christbaumes und der langwierig bekämpfte Schmierlausbefall. Was ist mit dem großen treuen Gummibaum schon alles erlebt worden, er hieß übrigens Benni, war schon phänomenal. Aber nun ist er tot und bei der kommunalen Sammelstelle zur Kompostierung abgegeben.

Das alles ein zweites Mal mit machen? Klar doch, wir lieben doch unser Grün... sagen viele... und der Gärtner muss doch auch leben.

Der Tipp zum Frühjahr: Warten Sie die Eisheiligen ab. Ab etwa Mitte Mai ist mit keinem Nachtfrost mehr zu rechnen. Das Einzige was den Pflanzen nun gefährlich werden kann ist die Sonne Sonnenbrand!

Ende des Beitrages

Übrigens beim nächsten Update am 20. Mai werden wir Ihnen mehr über die Eisheiligen schreiben. Die Eisheiligen beginnen am 11. Mai und enden am 15. Mai mit der "Kalten Sophie“.
Im Juni kann es aber auch noch einmal kalt werden.
Diese Tage nennt man dann die "Schafskälte".


Berlin, den 06. Mai 2006

© Andreas Reiner


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