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Wie kann man eine Ananas selbst heranziehen?

So funktioniert es!

Jeder kennt sie, die köstliche Frucht der Ananas eine Bromelienart. Der Botanische Name lautet Ananas comosus (L.) Merr.. Aber wie kann man eine solche Pflanze selbst heran ziehen? Im Grunde ist es sehr einfach. Was man braucht ist eine frische Ananasfrucht mit Blattschopf, eine Vase mit engem Hals und eine durchsichtige Kunststofftüte.

Zur Vermehrung:

• Man nimmt die Frucht in die eine Hand und fasst mit der anderen Hand den Blattschopf an der Basis an. Nun dreht man den Blattschopf vorsichtig von der Frucht ab. Den Blattschopf lässt man 24 Stunden abtrocknen. Mit Holzkohlenpuder einstäuben.

• Nach dem Abtrocknen nimmt man eine bauchige Vase, deren Hals verjüngt ist, damit der Schopf nicht ins Wasser der Vase fallen kann. Die Vase wird soweit mit Wasser befüllt, so daß der Schopf sich ca. 5-10 mm über der Wasseroberfläche befindet. Zum Schluss stülpt man eine durchsichtige Kunststofftüte über den Schopf und den Vasenhals und bindet sie zusammen.

• Nun wird die Vase mit dem Schopf, warm (24-26 °C) auf die Fensterbank gestellt, so daß sie nur wenig Sonne aber dennoch genügend Licht bekommt. Nach ca. 6 Wochen hat dann der Schopf Wurzeln gebildet. Dies ist zu erkennen, wenn der Schopf neue Blätter schiebt. Wenn die Wurzeln 5-10 cm lang sind, kann nun der Schopf vorsichtig in Blumenerde eingepflanzt werden.
Der Bewurzelte Schopf kann auch direkt in Blähton gesetzt werden und dort wie eine "normale" Hydrokulturpflanze mit niedrigem Nährlösungsstand kultiviert werden.




Tipp:

Da Wildformen der Ananas scharfgezähnte Blätter haben, sollte man lieber die Schöpfe von Kulturformen verwenden. Kulturformen haben fast keine wehrhaften Blätter mehr. Auch sollte man bedenken, daß Ananaspflanzen viel Platz benötigen. Für eine schmale Fensterbank ist die Ananas nicht geeignet.

Kultur:

Die Ananaspflanze benötigt viel Licht und Wärme und kann somit nur in der Wohnung gehalten werden. Vom Frühjahr bis zum Herbst wird alle 14 Tage gedüngt abhängig vom Gießbedarf. Der Wurzelballen darf zu keiner Zeit austrocknen, denn im Gegensatz zu anderen Bromelien gibt man kein Wasser ins Pflanzenherz. Bei guter Pflege wird die Pflanze nach 3-4 Jahren selbst eine Blüte bilden und dann auch fruchten.

Viel Spaß.


Berlin, den 30. Dezember 2006

©  Andreas Müller, Hamburg


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