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Suchen Sie Ruhe und "fast" unberührte Natur?

Im "Naturpark Schöneberger Südgelände" in Berlin finden Sie beides

Suchen Sie Ruhe und „fast“ unberührte Natur? Im "Naturpark Schöneberger Südgelände" in Berlin finden Sie beides. Aber auch nur zum Teil, denn immer wieder wird der Besucher durch fahrende Züge daran erinnert wo er sich befindet. Nämlich auf einen ehemaligen Bahngelände.
Auf der einen Seite sind es die Regionalzüge und die ICE’s, auf der anderen Seite klappert die S-Bahn.



Dieser Park ist eigentlich mehr ein Naturreservat und eine Wildnis mitten in der Großstadt Berlin.
Er ist nur schwach besucht und das macht die Ruhe aus. Dieses einmalige Gelände war Teil des Rangierbahnhofes Tempelhof. Diese Brachfläche hat sich in 50 Jahren zu einer Naturoase entwickelt. Es ist ca. 18 Hektar groß und eine große Zahl seltener Pflanzen und Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, haben sich hier angesiedelt.
Im Jahr 1999 wurde der Naturpark Schöneberger Südgelände zum Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Nur so läßt sich diese außergewöhnliche Vielfalt erhalten.


Überall liegen noch Gleise zwischen denen mehr oder minder große Bäume wachsen.
Eine alte Dampflok, eine noch funktionsfähige Drehscheibe, Wasserkräne, Lichtmasten erinnern an alte Zeiten einer großen Bahnära.
Der fünfzig Meter hohe Wasserturm überragt neben dem alten Lokschuppen das gesamte Gelände. In der Brückenmeisterei befindet sich eine kleine Ausstellung

Die Natur kommt also wieder zurück.
In den vielen Jahren nach der Stillegung entstanden Trockenrasen, Hochstaudenflure und ein Wald wuchs ohne Einfluss von Menschenhand. Neben den sehr stark vertretenen Birken wachsen viele Ahorne, Erlen, Eichen und vielen andere Bäume. Zahlreiche Apfelbäume wachsen auf dem Gelände und sogar Birnbäume.

Die Artenvielfalt ist gewaltig.
Anzuführen sind 30 Brutvogelarten, 57 Spinnenarten, 95 Wildbienenarten und 15 Arten von Heuschrecken. An Pflanzenarten wurden über 350 gezählt, sowie 49 Großpilze.
Teilweise sind auch Pflanzen und Tiere vertreten, die an sich nicht hier beheimatet sind. Sie kamen mit den Güterwagen als blinde Passagiere aus anderen Gebieten hierher. (Neobiota)


Ein Steg führt durch einen Teil des Geländes. Dieser darf nicht verlassen werden, um die Natur und die Tiere zu schützen.

Dieser Park ist kein Zierpark, sondern richtige Natur.
Besuchen Sie ihn! Am besten zu verschiedenen Jahreszeiten.
Sie kommen am schnellsten mit der S-Bahn dort hin. Der südliche Eingang ist am S-Bahnhof Priesterweg. Alternativ können Sie auch Busse oder das Auto benutzen. Am Preller Weg befinden sich Parkplätze. Vom Norden her können Sie den Park über den Bahnhof Südkreuz erreichen.

Wollen Sie noch mehr Bilder vom "Naturpark Schöneberger Südgelände" anschauen? Klicken Sie bitte hier. In dieser Galerie sehen Sie jetzt schon mehr Bilder als oben im Artikel zu sehen sind und sie wird im Laufe der Zeit mit weiteren Bildern ergänzt.

Berlin, den 28. Juli 2007

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