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Geschmack kennt keine Grenzen

Fragwürdige Einfälle des Handels



In diesem Jahr konnten wir wieder einige wenig sinnvolle Entdeckungen im Handel mit Pflanzen zu Weihnachten entdecken. Die mit Farbe eingejauchten Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) wurden in diesem Jahr in geringer Zahl angeboten. Mit goldenem oder silbernem Glitter waren schon mehr Pflanzen im Verkauf. Solcherart verunstaltete Alpenveilchen und Azaleen wurden in kleinen Mengen angeboten. Aber der Erfindungsreichtum des Handels scheint grenzenlos. So waren diesmal mit Glitter eingesprühte Primeln (Primula aucalis) zu sehen.








Ein weiteres Angebot waren Christrosen (Helleborus niger L.) im Topf.
Hier waren die Blüten und das Laub mit Glitter eingesprüht. Im Verkauf dieser Pflanzen fehlte der Hinweis, daß die eingetopften Christrosen nicht für den Raum geeignet sind, sondern im Freiland einzusetzen sind. Was sollen da aber die "vergoldeten" Pflanzen?






Eine "neue" Pflanze konnten wir ebenfalls entdecken.
Kennen Sie schon die "Winterrose"?
Hier handelte es sich um ein Euphorbia pulcherrima mit krausen Hochblättern. Wir konnten bisher noch nicht herausfinden, ob es sich dabei wieder um eine Namenskreation des Handels dreht, oder ob das eine neu angemeldete Sorte ist. Wenn wir es herausfinden, so werden wir darüber schreiben.


Warum sehen wir diese Praktiken so kritisch?
Sicher, der Handel sucht immer wieder nach schlagkräftigen Namen und versucht die Produkte so an die Frau und den Mann zu bringen. Diese „Stil-Blüten“ – im wahrsten Sinn des Wortes – die dann entstehen schaden aber den Pflanzen. So werden beim Einsprühen der Weihnachtssterne mit Farbe oder Lack, die Pflanzen geschädigt. Sie können nicht mehr richtig atmen, gehen dann später ein.
Oder ein anderes Beispiel: Was hat z.B. ein orange eingesprühter Weihnachtsstern mit Halloween gemein? Ein weiterer Beitrag aus dem Jahr 2003 veranschaulicht diese Unsitten. Es gibt heute schon so viele Neuzüchtungen, daß sich, unserer Meinung nach, der Griff zur Farbsprühdose erübrigt.


Berlin, den 29. Dezember 2007

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