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Falsche Informationen in Tageszeitungen

Jede Zeitung hat einen "Ratgeber"
Nur wird da immer viel "Mist" verbreitet.

Viele Verbraucher lesen die täglichen Ratgeber in den Tageszeitungen. Die Meisten glauben, mangels eigener Kenntnisse, was da geschrieben steht. Nur deshalb lesen sie ja worüber da informiert werden soll.

Die BZ - "größte Zeitung Berlins" (eigener Werbeslogan) hat da wieder ihre Leser nicht richtig informiert.
So wurde in der letzten Märzwoche 2009 vor neuen Tricks von Abzockerfirmen gewarnt. In den wenigen Zeilen, die vor einem illegalen Schlankmacher warnten stand nicht viel, was zur Aufklärung gereichen kann. Es ging um die "Hoodia", die unter anderem als "Schlank-Geheimnis" oder "Fettverbrenner" vertrieben wird.

Der grundlegende Fehler dieser Information bestand darin, daß die "Hoodia" als afrikanische Kakteenart bezeichnet wurde.
Dies ist insofern falsch, da in Afrika keine Kakteen zuhause sind. Die Kakteen, die dort wachsen, sind eingeschleppt worden. Kakteen sind auf dem amerikanischen Kontinent zuhause. Es gibt nur einige Arten von Rhipsalis in Asien.



Die Hoodia gehört zur Familie der Apocynaceae,
der Hundsgiftgewächse.

Wie in vielen anderen Beiträgen haben die Redakteure der Zeitung einfach wieder nur Halbwissen übernommen und weitergegeben. Wir haben die zuständige Redakteurin per Mail darauf hingewiesen. Diese Mail wurde aber ignoriert, das heißt, nicht beantwortet.
Lesen Sie bitte, welche Information der Palmengarten in Frankfurt - Main zu dieser Pflanze seinen Besuchern gibt:



Hinweise zu Hoodia gordonii (Masson) Sweet ex Decne.


                      Bitte beachten Sie den letzten Abschnitt auf dieser Informationstafel.

Wir hatten schon einmal über diese Pflanze in einem Artikel geschrieben. Dort gaben wir den Hinweis, daß sogar auf Beipackzetteln von Medikamenten, falsch vom "Hoodia Cactus" geschrieben wird.

Der Rat an unsere Leser ist:
Immer mehrere Quellen suchen und die darin gegebenen Informationen gegeneinander abwägen.

Berlin, den 04. April 2009

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