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Araucaria araucana (Molina) K. Koch - Andentanne

Syn. Araucaria imbricata Pav.

Pflanzenbeschreibung

•  Pflanzenfamilie:
Araucariaceae - Araukariengewächse

•  Herkunft:
Südchile und Patagonien

•  Sortiment:
Hier geht es nur um die Araucaria araucana (Molina) K. Koch - Andentanne. Die bekannte "Zimmertanne" Araucaria heterophylla (Salisb.) Franco finden Sie hier. Bilder von weiteren Arten zeigen wir in unserer Galerie der Araucariaceae

•  Pflanzengestalt:
Die Chilenische Araukarie ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat Wuchshöhen von 30 bis 40 Meter und einen Stammdurchmesser von 1 bis 2 Meter erreicht. Die Chilenischen Araukarien wachsen sehr langsam. Der Zuwachs im Jahr beträgt kaum mehr als 30 Zentimeter. Die Bäume erreichen ein hohes Alter bis über 1000 Jahre. Als Nutzholz werden meist etwa 500 Jahre alte Bäume verwendet. Der Baum bildet mehrere tief gehende Wurzeln und eine eiförmige bis schirmförmige Krone aus. Alle Äste stehen in Quirlen von 3 bis 7 Zweigen zusammen und wachsen waagerecht vom Stamm ab, sie sind sehr biegsam. Nach etwa 100 Jahren werden die unteren Zweige abgeworfen. Der Stamm ist immer gerade und zylindrisch. Die Zweige sind von frischem Grün und dicht mit Nadeln besetzt.Diese außergewöhnlichen, stechenden, breit dreieckigen Blätter oder "Nadeln" sind spiralig an den Zweigen angeordnet.Es gibt männliche und weibliche Blütenstände, die sich aber erst ab dem dreißigsten Standjahr entwickeln.

•  Ansprüche an den Standort:
Hell und kühl, besonders im Winter, wenn ein junger Baum noch im Kübel steht.In Weingegenden bei mildem Klima wächst dieser Baum zu wahren "Hinguckern" heran. Im Freiland haben wir die Araucaria araucana (Molina) K. Koch an folgenden Standorten gesehen:Leipzig, Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin-Lichterfelde, Berlin-Reinickendorf, Bochum, Potsdam, Teltow, Landkreis Lüchow-Danneberg, Innsbruck, Geisenheim im Rheingau, Südbaden, Elsass, Niederlande nahe Keukenhof.

 

Bilder






Weitere Bilder von Araukarien sehen Sie in dieser Galerie.

 

Pflanzenpflege

•  Pflege:
Araukarien sind an den Wurzeln sehr empfindlich. Zu viel Feuchtigkeit im Boden fördert das Absterben der Wurzeln. Bei größeren Pflanzen kann das 6-8 Monate dauern, bis die ersten Schadbilder auftreten.
Bei jungen Pflanzen ist es sinnvoll gegen starke Wintersonne zu schattieren.
Am besten wächst die Schmucktanne an einem geschützten, luftfeuchten Platz mit nährstoffreichem aber kalkarmem Boden.

•  Gießen und Düngen:
Der Hinweis gilt für diese Pflanze nur, solange sie im Topf oder Kübel steht.
Mäßig gießen. Im Winter nicht austrocknen lassen. Düngen nur während der Wachstumszeit und angepasst an den Gießrhythmus.

Bei Neuanpflanzung ist darauf zu achten, daß die Pflanze genügend Wasser bekommt. Nach dem Anwachsen (Freiland) ist keine besondere Pflege mehr notwendig.

•  Umsetzen:
Die Chilenische Schmucktanne wächst nur sehr langsam. Ein Umsetzen ist notwendig, wenn der Topf oder Kübel zu klein geworden ist.
Nachdem die Auracaria araucana (Molina) K. Koch ihren Platz im Freiland gefunden hat, soll sie nicht mehr umgesetzt werden.

•  Vermehrung:
Durch Samen im frühen Herbst. Beim Aussäen ist darauf zu achten, daß die Samen nicht vor dem Aussäen austrocknen dürfen. Sie müssen sofort nach dem Reifen ausgesät werden. Notfalls können sie in feuchtem Sand in Folie gepackt einige Wochen im Kühlschrank lagern.

•  Pflanzenschutz:
Woll- oder Schmierläuse und Schildläuse können auftreten, vor allem während der Topfkultur.

•  Giftpflanze?
nein

•  Washingtoner Artenschutzabkommen:
Ja die Araucaria araucana (Molina) K. Koch unterliegt dem
Washingtoner Artenschutzabkommen.
Sie ist auch geschützt nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 01.02.2001

•  Nutzpflanze:
Ja - das hochwertige Holz wird unter anderem zum Haus-, Boots- und Brückenbau verwendet. Es findet auch als Furnier Verwendung.
Einheimische Indiostämme nutzen die Samen zur Ernährung.

•  Weitere Anmerkungen:
Die Chilenische Araukarie wurde in Europa durch den Biologen und Mediziner Archibald Menzies etwa im Jahr 1795 bekannt gemacht. Die englische Bezeichnung "Monkey Puzzle Tree" rührt von einem Kommentar eines Engländers um 1800, der meinte, diesen Baum zu erklimmen sei selbst für einen Affen eine kaum lösbare Aufgabe. (Wikipedia)
Der deutsche Name "Affenbaum" ist nur eine Übersetzung aus dem Englischen, aber wenig passend und dabei falsch.
Der Name "Affenbaum" oder "Affenpalme" wird sehr oft für viele Pflanzen verwendet. Somit weiß dann keiner mehr um welche Pflanze es sich tatsächlich handelt.
Lesen Sie dazu auch einmal das:
Verwendung der richtigen Pflanzennamen. Der "richtige" Name ist dabei immer der botanische oder wissenschaftliche Name. Dieser gilt in allen Ländern gleichermaßen.

Weitere ausführliche Informationen über die Araucaria araucana (Molina) K. Koch finden Sie auch bei Wikipedia

•  Hydrokultur:
Die Araucaria araucana (Molina) K. Koch ist eigentlich nicht für die Hydrokultur geeignet. Ab einer bestimmten Größe muß sie ins Freiland gesetzt werden, da auch eine Kultur im Kübel irgendwann an der Pflanzengröße scheitert.

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