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Ungewöhnliche Kakteen

Die Gattung Pereskia Mill. - Rosenkaktus

Die meisten Arten der Gattung Pereskia gleichen auf den ersten Blick eher den Heckenrosen als Kakteen. Es handelt sich dabei um laubwerfende Sträucher, Bäume und Lianen. Einige der 16 Arten werden in Mittel- und Südamerika gelegentlich als Heckenpflanzen verwendet.
Laubkakteen sind keine Wüstenbewohner, sondern wachsen vorwiegend in Trockenwäldern und Dornbuschvegetation im tropischen Mittel- und Südamerika.


Gemeinsam mit den übrigen Kakteen haben die Laubkakteen die filzigen Dornpolster (Areolen) und den Blütenbau. Ihre Besonderheit ist das Laub, das in der Trockenzeit abgeworfen wird.

Im ersten Jahr entwickeln sich Langtriebblätter (A), in deren Achseln die meist bedornten Areolen stehen. Bei mehreren Arten können die Areolen nicht nur Dornen ausbilden, sondern im folgenden Jahr auch ein bis mehrere Blätter. (B)


Die Blüten stehen einzeln oder in Blütenständen. Beim Großblättrigen Laubkaktus kommt es zu einer Proliferation aus dem Achsenbecher, in dem die Blüte eingesenkt ist (C). Deshalb scheinen die Früchte kettenförmig aneinander zu hängen. In Wirklichkeit ist die aus dem Fruchtknoten hervorgehende Frucht selbst wie bei allen Kakteen von Achsengewebe umwallt, aus dem die Verzweigungen entspringen.




Die im Botanischen Garten Berlin gezeigten Pflanzen sind Teil einer speziell für wissenschaftliche Zwecke angelegten Sammlung von Pereskia-Arten. Sie dienten der am Botanischen Garten und Botanischen Museum durchgeführten systematischen Erforschung und Klassifikation der Gattung.

Dieser Text stammt weitgehend von einer Informationstafel im Botanischen Garten Berlin-Dahlem.



Weitere Arten der Pereskia:

Pereskia wächst und gedeiht auch in Hydrokultur, wie es diese Bilder zeigen.

Bei Herrn Willi Höfer in Eislingen kommen diese Laubkakteen auch zum Blühen und tragen Früchte.


Wichtig ist dabei, wie bei allen Kakteen in Hydrokultur, ein niedriger Nährlösungsstand.
Ausreichend Licht ist ebenso notwendig.

Alle Arten der Pereskia Mill. unterliegen dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen


Berlin, den 19. September 2009

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