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Fragwürdige Pflanzenangebote

Mit Wachs überzogene Sukkulenten, mit Strohblüten verunstaltete Kakteen, gefärbte Pflanzen - All das sollten Sie NICHT kaufen

Der Handel und die Vertreiber von Pflanzen lassen sich immer wieder Neues einfallen den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Gefärbte Pflanzen


Auf der IPM 2010 in Essen entdeckten wir an zwei Ständen aus Spanien nunmehr eine andere Masche. Dabei waren Kakteen und verschiedene Echeveria total mit grellen Farben überzogen.
Wir hoffen nur, daß die Händler mit diesen verunstalteten Pflanzen wenige Aufträge schreiben konnten.

Kakteen mit aufgeklebten oder eingesteckten Strohblüten
Wir berichteten bereits mehrfach über diese dubiosen Angebote.

Hier drei Beispiele:


Das Einsprühen von Weihnachtssternen mit Farbe ist nicht mehr interessant, weil es inzwischen viele Neuzüchtungen mit farbigen Brakteen gibt. Wir haben es auch nur noch vereinzelt entdecken können.
Kakteen mit aufgeklebten oder eingesteckten Strohblüten werden immer wieder im Handel angeboten. Sicher sind die Blüten echt, aber es sind eben Strohblüten, wobei die Farben manchmal recht unnatürlich wirken.

Mit Wachs überzogene Sukkulenten
Einen neuen Einfall entdeckten wir im Dezember des Jahres 2009. Hier waren verschiedene Sukkulente mit Wachs überzogen. Die Bilder der grauen Version zeigen wir in diesem Beitrag. Die schwarze Version war auf den Bildern schlecht zu erkennen.

Sicher finden manche Käufer das Aussehen dieser Pflanzen lustig. Aber solch verunstaltete Pflanzen haben eben ein Verfallsdatum. Die Pflanze kann nicht mehr atmen.
Wie will der Pflanzenfreund die Farbe, den Lack oder das Wachs entfernen, damit die Pflanzen wieder atmen kann?
Die Sukkulenten wachsen relativ langsam. So halten sie eben länger durch als Blattpflanzen.
Das Aufkleben von Blüten schädigt, und das Einstecken von Blüten verletzt die Pflanzen. Viren und andere Krankheitserreger können eindringen.

Keine neue Idee sind die Minipflanzen in Flaschen. Dieser Betrieb aus Italien bietet selbige schon einige Jahre immer wieder als "Einrichtungsgegenstand" auf der IPM an. Das Produkt nennt sich "BabyPlant". es handelt sich dabei um In-vitro-Kulturen. Eine mehrmonatige Haltbarkeit wird genannt. Also auch mit Verfallsdatum.



Mit solchen fragwürdigen Angeboten will der Handel nur die flaue Zeit bis zum Valentinstag überbrücken.

 
Berlin, den 20. Februar 2010

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