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Umtopfen von Hydrokulturpflanzen

Hier bei Tischgefäßen

Auch Pflanzen in Hydrokultur müssen bei Bedarf umgetopft werden. Viele Pflanzenfreunde bemerken den Zeitpunkt für das Umtopfen zu spät, nämlich oft erst dann, wenn die Pflanze nicht mehr richtig wachsen möchte. Aber manchmal zeigt sich in anderer Weise, daß ein Umtopfen notwendig wird.
So gibt es Pflanzen, die eine solche Kraft entwickeln, daß sie den Kulturtopf sprengen. Oder die Pflanze hebt sich nach oben aus dem Übertopf, weil der Wurzelballen unten zu stark aus dem Kulturtopf gewachsen ist.

Ein Beispiel ist hier ein Sämling der Beaucarnea recurvata Lem.

Dieser Sämling wurde als sehr junge Pflanze von Erde auf Hydrokultur umgestellt (2005). Nach Eingewöhnung wurde er in einen Kulturtopf 11/12 gesetzt (11 cm Ø und 12 cm Höhe). Zu diesem Zeitpunkt hatte die Knolle einen Durchmesser von 3 cm.
Der Sämling hat sich in nur kurzer Zeit darin so gut entwickelt, daß er den Kulturtopf zerreißt. Auf dem zweiten Bild ist der alte Kulturtopf bereits zum großen Teil entfernt. Ein gesunder Wurzelballen wird sichtbar, der den Blähton voll durchwurzelt hat. Er ist bereits so groß, daß ein neuer Kulturtopf, mit mehr Durchmesser und Höhe, notwendig ist. Die Wahl fällt auf einen Mehrzweckkulturtopf 15/19. (Ø 15 cm und Höhe 19 cm).
Auf dem Bild mit der eingesetzten Pflanze fehlt noch eine letzte Schicht Blähton. Bei der Beaucarnea recurvata Lem. in Hydrokultur ist darauf zu achten, daß die Pflanze nicht zu tief eingesetzt wird, da sonst bald wieder neu umgesetzt werden muß.


Als weiteres Beispiel zeigen wir hier eine Yucca guatemalensis Baker.

Diese Pflanze ist allen Pflanzenfreunden sehr gut bekannt. Solange die Pflanze im Übertopf steht ist weiter nichts zu erkennen. Wenn die Pflanze aus dem Übertopf genommen wird, wird sichtbar, daß der Wurzelballen gerade noch Platz hat, aber den Übertopf voll ausfüllt. Damit ist ein geregelter Nährlösungshaushalt nicht mehr sicher gewährleistet.
Hier kommt weiter dazu, daß die Funktion des Wasserstandsanzeigers durch eingewachsene Wurzeln gestört werden kann. Somit wird dann eventuell nicht rechtzeitig bemerkt, daß zu viel Nährlösung im Übertopf ist und die Pflanze dadurch Schaden nimmt.
Bei zu kaltem Fuß kann da schnell Wurzelfäulnis entstehen. Also muß diese Pflanze in ein größeres Gefäß gesetzt werden. In diesem Zustand ist es allerdings schwierig den alten Kulturtopf zu entfernen, ohne viele Wurzeln zu beschädigen. So kann hier nur der obere Rand des alten Kulturtopfes vorsichtig weggeschnitten werden.
Die Wurzeln dieser Yucca guatemalensis Baker sehen hier noch sehr gesund aus. Es ist somit höchste Zeit tätig zu werden, aber noch nicht zu spät.

Als Zeitpunkt für solche Aktionen empfehlen wir Frühjahr bis Sommer. In der übrigen Jahreszeit kann es auch klappen, wenn beim Umsetzen die Wurzeln nicht zu sehr beschädigt werden.

 

Berlin, den 20. März 2010

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