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Das Auswärtige Amt

Der Besuch war am 17. September 2010
im Rahmen der Mitgliederversammlung 2010 der DGHK


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© Text und Bilder Jochen Euler
© Bilder Hydrotip.de

Frau Brunner, eine Diplomaten-Gattin, erwartete uns schon zu einem spektakulären Rundgang durch Das Auswärtige Amt.

Der Begriff "Auswärtiges Amt" geht auf die gleichnamige Institution des Norddeutschen Bundes aus dem Jahr 1870 und des Deutschen Reiches von 1871 zurück. Dieser Name hat sich bis heute für das deutsche Außenministerium erhalten.

Mit dem Sommer 1999 begann der Umzug des "Auswärtigen Amtes" nach Berlin, der zum Jahresende fast abgeschlossen war. Das Amt ist damit an seine erste Wirkungsstätte zurückgekehrt. Der Dienstsitz befindet sich im Herzen von Stadtmitte "Am Werderschen Markt 1" und ist zu einem großen Teil im ehemaligen Reichsbankgebäude untergebracht, ein kleinerer Teil in einem modernen Anbau.


Der Gebäudekomplex des "Auswärtigen Amtes" setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Ein Altbau, der Ende der 30er als Erweiterungsbau der Reichsbank errichtet wurde, und ein Neubau, aus Ende der 90er Jahre, der sich mit seinen Proportionen dem Altbau anpasst und das Ensemble zum "Werderschen Markt" hin vervollständigt. Hier wurden Vergangenheit und Gegenwart harmonisch vereint.
Seit 1999 arbeitet das "Auswärtige Amt" in Berlin. Sein Dienstsitz gilt als eines der interessantesten Bürogebäude der Stadt.

Die Geschichte des Gebäudes liest sich wie ein spannender Krimi. Friedrichswerder hieß der Stadtteil westlich der Spree. 1765 zog die von König Friedrich II., dem "Großen" (1740-1786) gegründete "Königliche Giro- und Lehnbank" in das Gebäude.
Am 05. Mai 1934 wurde der Grundstein zu dem heutigen "Altbau" gelegt, Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht hielt die "Weiherede", in der er die Geschichte der Bank in eine von Friedrich dem Großen ausgehende Tradition stellte.

Im Herbst 1949 bezog das Finanzministerium der neu gegründeten DDR das Haus.
Im Laufe des Sommers 1959 zog das Zentralkomitee (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in das Gebäude.


Der Festsaal wurde jetzt als nicht mehr öffentlich zugänglicher Kongresssaal genutzt und der größte Teil der ehemaligen Kassenhalle 3 wurde zum Plenarsitzungssaal (heute Europasaal) für das ZK umgebaut.

Am 8. Dezember 1989 wählte hier der letzte Parteitag der SED Gregor Gysi zum neuen Vorsitzenden, unter dessen Leitung das Zentralkomitee aufgelöst und das Haus in den ersten Wochen des Jahres 1990 geräumt wurde.

Der gegenüberliegende Neubau wurde nach Plänen der Berliner Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann errichtet. Ihr Entwurf war bei einem europaweiten Wettbewerb mit dem 2. Preis ausgezeichnet und vom Auswärtigen Amt und dem Bundesbauministerium zur Realisierung vorgeschlagen worden. Die beiden Architekten erhielten den Auftrag, weil sie das besondere, mit dieser Bauaufgabe verbundene Problem am besten zu lösen versprachen. Der Neubau musste einerseits in ein sinnvolles Korrespondenzverhältnis zu der Hauptfassade des Altbaus gesetzt werden, andererseits einen Beitrag zur Rekonstruktion des zentralen Bezugsraumes des ganzen Stadtteiles, des Werderschen Marktes, leisten.


Der 1997-99 errichtete Neubau bewältigt diese beiden Aufgaben, indem er nach beiden Richtungen die Bauflucht durch nach außen geöffnete Lichthöfe unterbricht; ein dritter Hof öffnet das Gebäude zusätzlich Richtung Osten mit Blick auf Spreekanal und Schloßplatz.

Im Lichthof des Erweiterungsbaues finden heute Wechselausstellungen statt, z.Z. wurde der II + IV - Verträge gedacht. (Zwei plus Vier)

In dieser Galerie sind viele Fotos zusammengestellt, die wir aus dem Auswärtigen Amt mitgebracht haben.


Berlin, den 13. November 2010


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