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Sag mir wo die Blumen sind, ......

Wer hat sie vertrieben...

Es ist Anfang April und noch kaum ein Gänseblümchen in Sicht. Krokusse, Narzissen, Primeln, alles ist da, nur das Gänseblümchen läßt auf sich warten.

Erblickt ein Engländer auf der Wiese sieben Gänseblümchen, dann weiß er, es ist Frühling. Es ist die Blume der Kinder und die Rupfblume der Verliebten. Es weiß Antworten auf bange Fragen. Der Volksmund hat sich viele Kosenamen für diese Wildblume erdacht, z.B. Tausendschön, Maßliebchen, Himmelsblume, Schafsblümli.

Spätestens im April ist es da und bleibt auch da und taucht erst im November wieder ab. Bellis perennis L. heißt es botanisch. Bellis - schön, perennis - ausdauernd. Das Gänseblümchen, das ausdauernd Schöne.

 

Es kommt aus dem Licht und lebt im Licht, im Einklang mit der Sonne. Morgens zeigt es nach Osten, abends nach Westen. Das hat es mit der Margerite und der Sonnenblume, seinen großen Schwestern gemeinsam. Zieht sich die Sonne zurück, klappt es die Flügel zu und macht den Laden dicht. Das Ganseblümchen lässt sein Köpfchen hängen. 

Heinz Erhardt fand diese Worte:
Ein Gänseblümchen liebte sehr, ein zweites gegenüber d´rum rief ´s: "Ich schicke mit ´nem Gruße dir eine Biene rüber". Da rief das andere: "Du weißt, ich liebe dich nicht minder, doch mit der Biene, das lass sein, sonst kriegen wir noch Kinder!"          



Wenn sie das nächste Mal einen Spaziergang unternehmen, fällt es ihnen vielleicht auch auf. Die mit Gänseblümchen übersäten Wiesen und Rasenflächen verschwinden immer mehr aus unseren Parks und Grünanlagen. Sie passen wahrscheinlich nicht mehr in die durchgestylten Vorstellungen der Landschaftspflege. Meine Wohnungsbaugesellschaft wird auf jeden Fall wieder alles unternehmen, um die ach so schönen Grünflächen vom Gänseblümchen zu befreien.

Schade!


Berlin, den 03. April 2012

© 
Andrè Kalkhoff

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