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Unser Besuch auf der IPM 2013 in Essen

Wir besuchten die IPM am 23. Januar 2013. Draußen war Winter mit Schnee und drinnen schon Frühling.
Zuerst einmal ein paar Zahlen  aus dem Schlussbericht der Messe Essen über die IPM 2013:

Zitat:

Deutlich gestiegene Ordertätigkeit kennzeichnete den erfolgreichen Verlauf der 31. IPM ESSEN. 1.537 Aussteller aus 46 Ländern präsentierten rund 60.000 Fachbesuchern in der Messe Essen ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Grüne Branche. Die Weltleitmesse der Grünen Branche war geprägt von hoher Zufriedenheit bei Ausstellern und Besuchern sowie einer deutlich gestiegenen Ordertätigkeit.
Das ist eben ein Pressetext.

Wir sehen da einige Details kritischer, aber bitte lesen Sie.


Wir beginnen mit dem Neuheitenfenster, in dem neue Pflanzenzüchtungen vorgestellt werden. Diese werden bereits von den Produzenten und dem Handel vermarktet.
Selbst hier sind manche Pflanzengattungsnamen leider nicht immer aktuell, manche Namen von Arten sogar falsch geschrieben (statt "japonicus" steht da  "japonicas").
Sehr schlecht, wie schon in den Vorjahren, ist die Präsentation der Neuheiten mit diesen orangefarbenen Hintergründen. Aber vielleicht ist es Absicht, damit die Pflanzen nicht optimal fotografiert werden können? Man kann ja nicht die Pflanzen in der Gegend rum schleppen, um sie in besseres Licht zu stellen.

In unserer Bildergalerie von der IPM 2013 zeigen wir am Anfang eine Vielzahl dieser Neuheiten.
Danach sehen Sie gesammelte Bilder und Eindrücke von unserem Streifzug durch die Hallen. Es sind eben nur Eindrücke, denn an einem Tag ist nicht mehr zu schaffen.


An Hydrokulturbetrieben waren die Firma DECOFORA aus Belgien und die Firma Nieuwkoop aus den Niederlanden vertreten. Als einzig verbliebener deutscher Produzent mit Hydrokultur zeigt nach wie vor die Firma Hutzel aus Bad Iburg Flagge für die Hydrokultur auf der IPM.


Die Farbenvielfalt der großen Pflanzenfamilie der Orchideen reicht wohl nicht aus? Wie anders ist es zu erklären, daß bei den Phalaenopsis mit Farbe nachgeholfen werden muß? Ein großer Messestand zeigte diese mit unnatürlichen Farben verunstalteten Pflanzen  dieses Jahr in großem Stil. Neben knalligem Blau sehen wir jetzt auch zarte Pastelltöne. Neben der Färbung wird den Blüten dann noch eine Portion Glitter verabreicht. Verrückter geht es bald nicht mehr.
Die erste blaue Orchidee war auf der IPM 2011 zu sehen. Weiter gab es schon auf der IPM 2007 Chrysanthemen und Rosen in Regenbogenfarben. Diese unnatürlich aussehenden Blumen konnten wir danach  im Handel nicht entdecken. Hoffentlich ist diese Mode der gefärbten Orchideen bald vorbei.  

Die veräppelten Kunden fragen dann im Internet, warum denn die nachfolgend sich öffnenden Knospen kaum Farbe und kein Glitter zeigen? Neue Blütentriebe, so sie dann vielleicht doch wachsen, zeigen dann die echte Farbe, nämlich meist weiß.


Weiter fielen negativ auf die Sansevierien mit bunten Steckern auf den Blättern oder im Topf. Neben Valentine in rot wieder mal für Halloween in orange. Selbst an die Kid’s wird gedacht. Sehr einfallsreich?

Es gab aber auch viele schöne Pflanzen zu sehen, die zum Glück in der Überzahl waren.
Bekanntlich haben Erdbeerpflanzen weiße bis schwach rosa Blüten. Wir entdeckten diesmal Erdbeerpflanzen mit knallig roten Blüten, die aber nicht gefärbt waren. (zu sehen in der Galerie)



Hier geht es zur Bildergalerie von der IPM 2013.

Berlin, den 16. Februar 2013

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