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Wasserstandsanzeiger für Hydrokultur

Die Vor- und Nachteile

Eigentlich müsste er "Nährlösungsstandsanzeiger" heissen. Denn er soll die Höhe der Nährlösung anzeigen und die ist ja selten reines Wasser. Der Name Wasserstandsanzeiger hat sich aber durchgesetzt, obwohl auch dieses Wort schon viel zu lang für unsere schnellebige Zeit ist. Der Wasserstandsanzeiger kann ein wichtiges Hilfsmittel für die Hydrokultur sein, wenn, ja wenn er richtig funktioniert. Die verschiedenen Modelle wurden zwar immer wieder verbessert, aber eine einwandfreie Funktion wurde bisher nicht erreicht.

Meist besteht der Wasserstandsanzeiger (siehe Zeichnung) aus einem undurchsichtigen Unterteil mit Einlassöffnungen für die Nährlösung. Hierin befindet sich der Auftriebskörper (Schwimmer). Im oberen durchsichtigen Teil mit den Markierungen "Min" und "Max" sowie "Opt" oder "Best" sehen wir den Anzeigestab.

Mögliche Fehlerquellen für schlechtes Funktionieren des Wasserstandsanzeigers sind:




Querschnitt eines Wasserstandsanzeigers



Zu den Markierungen:

Wird "Minimum" angezeigt kann einerseits die Nährlösung vollkommen verbraucht sein, es kann aber auch noch genügend Nährlösung vorhanden sein. Dabei ist die Eintauchtiefe des Schwimmkörpers, belastet durch den Anzeigestab, zu berücksichtigen. Diese kann bis zu 1,5 cm betragen. Und dieser Nährlösungsstand kann für manche Spezialkulturen schon zu viel sein!

"Optimum" kann für die meisten Pflanzen in Tischgefäßen auch zuviel sein. Hier ist die Höhe und Form des Übertopfes (und Kulturtopfes) und die Substratbeschaffenheit (Dichte) maßgebend. (Feine Körnung des Blähtons und starke Durchwurzelung des Substrats erhöhen die Kapillarität).

"Maximum" können wir uns schenken, denn dieser Nährlösungsstand wird von kaum einer Pflanze über einen längeren Zeitraum vertragen. (Auch von der Temperatur abhängig)

Angemerkt sei an dieser Stelle auch, daß die "niedlichen" Mini-Wasserstandsanzeiger für die Jungpflanzen im Kulturtopf 5 cm und 9 cm (Anzuchttöpfe) aufgrund ihrer Größe keinesfalls als Wasserstandsanzeiger taugen können. Aber gerade diese Minigefäße werden gerne verschenkt, oder sollen als Einstieg in die Hydrokultur dienen. Nur die dann dabei gemachten schlechten Erfahrungen können manchen potentiellen "Liebhaber" von der Hydrokultur "abschrecken".

Fazit:
Der Wasserstandsanzeiger kann ein Hilfsmittel sein, aber vertrauen Sie nicht darauf. Kontrollieren ist besser! Wenn sich der Anzeigestab beim Nachfüllen der Nährlösung nicht bewegt ist Vorsicht geboten. Leichtes Kippen des Gefäßes in Richtung Wasserstandsanzeiger, dann sollte sich der Anzeigestab bewegen. - Immer noch nichts, dann hilft nur noch den Kulturtopf mit der Pflanze herausheben und nachschauen.

Achtung!

Auf die Wurzeln aufpassen, daß sie nicht unnötig beschädigt werden.

Manchmal wird der Wasserstandsanzeiger sinnigerweise auch als Thermometer bezeichnet. Nur zum messen von Temperaturen taugt er ja nicht. Da hilft schon eher dieses Instrument.

Berlin, den 09. März 2001

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