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Springschwänze

© Stephan Grass

Wenn beim Gießen ca 1-3 mm lange, flügellose, weiße Tierchen umherhüpfen, so handelt es sich hierbei um Springschwänze, Collembolen.

Diese Bodenbewohner zählen zu den Urinsekten und gehören in der freien Natur zu den wichtigsten Bodenorganismen, da sie maßgeblich beim Abbau der toten Pflanzenteile und somit bei der Humusbereitstellung beteidigt sind. Am Hinterleib besitzen sie kleine Sprunggabeln mit denen sie sich hüpfend fortbewegen können. Einige unterirdisch lebende Arten besitzen diese Sprunggabeln jedoch nicht.

Die mikroskopisch kleinen Eier der Collembolen und die trockenheitsresistenten Larvenstadien können mit dem Staub verweht werden.

Schädigend können die Springschwänze für die Zimmerpflanzen werden, wenn ihnen die eigentliche Nahrungsquelle zur Neige geht und sie Faserwurzeln befressen.

Bekämpfung:
Falls es zu einem Massenbefall gekommen ist, kann man den Topf der betroffenen Pflanzen für einige Stunden bis zum Rand unter Wasser setzen. Die Tierchen werden dadurch aus ihren Verstecken getrieben, wonach sie dann abgegossen werden können.

Berlin, den 27. Januar 2004

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