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Pilze suchen mit der BZ

Schon wieder BZ
Sie erinnern sich? In der 36. Kalenderwoche berichteten wir, wie diese "Größte Zeitung von Berlin" immer wieder schlecht recherchiert und falsches abdruckt.


Am 22. September 2001 prangte rechts oben auf der Titelseite das Bild zweier Pilze mit dem Text "Pilze suchen mit der BZ". Mein spontaner Kommentar war: "Lieber nicht". Auf den Mittelseiten steht dann zuerst "Die schönsten Pilze Brandenburgs" - als ob die nur in Brandenburg wachsen. Mit großen Lettern über zwei Seiten folgt dann: "Kennen Sie den Schleimigen Schüppling?". Laut BZ soll er schwach giftig sein. Ich weiß es nicht, denn ich bin kein Pilzfachmann. Einige Speisepilze wie Pfifferling, Steinpilz und Champignon kenne ich, bei den Maronen werde ich schon unsicher. Also lasse ich das Pilze sammeln. Es gibt ja sowieso nicht mehr viele. Das ist mein Beitrag zum Naturschutz.

Weiter sind einige Pilze mit Namen abgebildet, ob sie alle stimmen? Es werden auch noch Zahlen der in Brandenburg vorkommenden Pilze genannt. Auch wird eine Zahl genannt wie viele davon gefährdet seien. Woher stammen diese Zahlen?
Warum ich darüber schreibe? Erstens war es das Bild und die Ankündigung auf der Titelseite, sowie der abgebildete Ausriß "Zweifel? dann zum Pilzberater". Das ist richtig und der erste fett gedruckte Absatz rettet den Redakteur. "Alte Pilze sollten nicht gesammelt werden". Alte Pilze sind unansehnlich und wer sammelt so etwas?

Aber der Satz Pilze immer kochen oder braten, niemals roh essen, stimmt so nicht! Man kann sehr wohl Zuchtchampignons, auch das sind Pilze, roh essen. Zum Beispiel in einem Salat oder eigenständig als Salat. Hierbei ist die Art wie sie mariniert werden ausschlaggebend. Das Pilzaroma kann sich voll entfalten und der rohe Pilz schmeckt vorzüglich. Wer es einmal probiert hat wird immer wieder zulangen.

Was erkennen wir wieder an diesem Artikel? Nicht alles was in der größten Zeitung Berlins steht ist richtig. Meist nur viel Getöse um nichts.
Der geneigte Leser sollte sich weitere Informationsquellen offenhalten.

Berlin, den 03. Oktober 2001

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