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Arrangements - Schöne Geschenke zur Weihnachtszeit?

Darüber freut sich nicht jeder Pflanzenfreund!

Hinter diesem Begriff Arrangements verbergen sich sogenannte Gruppenpflanzungen in mehr oder minder großen Schalen, die in dem Moment zum "sterben" verurteilt sind, da sie zum Verkauf angeboten werden. Frau Margot Schubert, die Autorin des besten Buches für Hydrokultur, lies auch nie ein gutes Haar an diesen Arrangements. Arrangements sind auf keinen Fall zu verwechseln mit Gruppenpflanzungen in Großgefäßen.

Bei den Arrangements in Tischgefäßen werden meist Pflanzen verschiedener Kulturbereiche (tropischer Regenwald und Wüste) in ein Gefäß gepflanzt, gepfercht wäre treffender. Der Pflanzentod ist hierbei vorprogrammiert.


Diese Arrangements sind für den "ehrlichen" Fachmann ein Gräuel, aber leider gefällt so was den Kunden immer wieder. Die finden es "schön", obwohl es vollkommen unzweckmäßig ist. Genau wie bei den allseits so beliebten (?) Pflanzschalen in Erde muß das Ganze spätestens nach einem halben Jahr wieder auseinandergenommen  werden. Da fängt aber schon wieder das Problem an, denn meist werden Leute mit solchen  Arrangements beglückt, bei denen die nötigen Kenntnisse für die Pflanzenpflege nicht vorhanden sind. Auch zur Weihnachtszeit, und nicht nur da, denkt der Händler an seinen Umsatz. So sah ich am Donnerstag, den 20.12.2001 in einem Gartencenter die "geschmackvollen" Arrangements in Schalen mit einem Durchmesser von 15 cm und 7 cm Höhe, sowie dem entsprechenden "Spielzeugwasserstandsanzeiger":
- Kalanchoe, Ficus pumila, Dracaene und eine Palme
- Dracaena marginata, Codiaeum, Epipremnum und Kalanchoe
- Ficus benjamina, Dracaena, Codiaeum und Kalanchoe

Das sind nur drei Beispiele.Natürlich darf zur Weihnachtszeit nicht die obligatorische Schleife fehlen!


Diese, nur auf den ersten Blick, ansprechend aussehenden Schalen sind bereits zum Verkauf derartig "voll", daß sie eigentlich sofort auseinander genommen werden müssten. Es ist eigentlich schade, daß die Kunden über derartige Unzweckmäßigkeit nicht aufgeklärt sind. Die Händler tun es aus verständlichen Gründen nicht, denn der Umsatz ist wichtig. Insgesamt schadet solche Verkaufspraxis aber der Sache der Hydrokultur. Wenn die komplette Schale, oder eine einzelne Pflanze daraus das Zeitliche segnet, so wird das dann der Hydrokultur angelastet. Fundierte Informationen wären von Vorteil, aber woher bekommen?
Wir hoffen durch diese Information bei unseren Leser und den Besucher von hydrotip.de etwas Aufklärungsarbeit geleistet zu haben.

Berlin, den 21. Dezember 2001

ergänzt im Dezmeber 2014

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