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Der Autor von Hydrotip

Herbert Mosel hatte die Idee zu Hydrotip und hat bis heute die meisten Artikel geschrieben.

Schon in sehr jungen Jahren, vor Schuleintritt, hatte ich erste Berührung mit Pflanzen. In einer Ecke von Vaters Garten bekam ich eine kleines Beet "zugewiesen", die ich beackern durfte. Später als Schüler pflegte ich Kakteen auf der Fensterbank. Einige Grünpflanzen, vornehmlich Grünlilien, (Chlorophytum)
und einige Tradeskantienarten (Tradescantia) waren auch dabei. Ein kleiner Kaktus aus dieser Zeit (ein Felsenkaktus) erreichte später bei meiner Mutter eine stattliche Größe von 180 cm (sie nannte ihn "Hexenbesen") und lebte fast 30 Jahre im Haushalt, bevor er wegen seiner Größe weggegeben wurde. Er lies sich nur noch schwer transportieren. Von diesem Kaktus habe ich Anfang der 80er Jahre "Stecklinge" von bis zu 50 cm abgeschnitten und in Hydrokultur mit Erfolg bewurzelt.

Als Schüler las ich damals auch etwas von Hydrokultur. Dabei stieß ich auf die "Knopsche Lösung". Mit Chemie hatte ich aber nichts am Hut und so blieb es bei obigen Pflanzen in Erde. Später wurden es mehr und auch andere wechselnde Grünpflanzen wurden totgepflegt. Im Januar 1976 entdeckte ich dann auf der "Grünen Woche" in Berlin die neuen Hydrokulturgefäße der Firmen "Leni" und "LUWASA", sowie den Langzeitdünger LEWATIT HD5, den die Firma Bayer gerade auf den Markt gebracht hatte. Das war es!
Jetzt stürzte ich mich in das Abenteuer Hydrokultur.

Bereits vorhandene Grünpflanzen in Erde wurden auf Hydrokultur umgestellt und einige neue Pflanzen in Hydrokultur habe ich erworben. Aus dieser Zeit stammt eine Pflanze, die heute noch bei mir wächst und gedeiht. Dieser "Veteran" ist ein Kroton (Codiaeum–Wunderstrauch), den ich 1974 in Erde wachsend, ca. 25 cm hoch, erstand. Mehr schlecht als recht hielt ich ihn am "Leben". Diese nicht gerade einfach zu kultivierende Pflanze mußte daran glauben. Im März 1976 begann das Wagnis.

Auswaschen der Wurzeln und einsetzen in einen Kulturtopf 15/12, der dann in ein Gefäß "Combi Cor" gestellt wurde. Die Zeit (Frühjahr) war zwar günstig, aber die Pflanze selbst sah am Anfang kläglich aus. Nur ein Verdunstungsschutz und hoffnungsvolles warten — nach 8 Wochen zeigte sich an der Triebspitze ganz zartes Wachstum. Nach weiteren 4 Wochen endlich schien das Experiment geglückt. Diese Pflanze wuchs dann so gut weiter, sie begann sich selbst zu verzweigen und füllte nach einigen Jahren das Fenster aus. Mehrmaliges Zurückschneiden war nötig.

Das "Beste" oder "Schönste" mit dieser Pflanze (siehe Bild rechts - vergrößern) aber ist, daß sie nach 30 Jahren(!) heute immer noch im gleichen Kulturtopf und Übertopf steht. Der Standort ist an einem Fenster nach Süd/Süd/Ost. Im Sommer "knallt" die Sonne bis ca. 13:00 voll rein. Der Platz ist also nicht schattig, wie in manchen Pflegehinweisen gefordert, sondern durch die volle Sonne wechselt die Blattfarbe schneller von grün nach rotbraun. An dieser Pflanze habe ich auch entdeckt, daß sie männliche und weibliche Blüten hat. Sie kommen nur nicht immer gleichzeitig zur Blüte.

Des öfteren versuchen sich auch Spinnmilben einzunisten, aber rechtzeitige Maßnahmen vertreiben sie wieder. Auch wenn die Pflanze mal größeren Durst hatte, die Nährlösung also schneller verbrauchte, als ich "geplant" hatte, so zeigt sie es mit trauernden Blättern. Sofortige Wassergabe und kräftiges Einsprühen der Blätter quittiert sie binnen 3 Stunden mit aufrechter Haltung, als wollte sie sagen: Ich lebe noch!

Anfang des Jahres 1977 erstand ich meine erste Orchidee in Hydrokultur. Es war eine ("Paphiopedilum sukhakulii"). Es wurden immer mehr Orchideen, wobei ich fast alle selbst vom Orchideensubstrat (man spricht hier nicht von Erde!) auf Hydrokultur umstellte. Die meisten Orchideengärtner und Orchideenzüchter, die ich wegen Orchideen in Hydrokultur ansprach, reagierten nicht nur verschreckt, sondern sogar ablehnend.



Im Jahr 1978 kehrte meine Schwester von einem 10-jährigen, beruflichem Aufenthalt aus der Karibik nach Deutschland zurück. Ich half ihr dabei ein Blumengeschäft mit Hydrokultur aufzubauen. Zu dieser Zeit war ich selbst im Einzelhandel (Glas, Geschenke und Metall) beschäftigt. Nach 2 Jahren arbeitete ich ganz, mit ihr zusammen, im Blumengeschäft.


In dieser Zeit nahm ich mit verschiedenen Firmen, die im Bereich der Hydrokultur tätig waren, Kontakte auf. So unternahm ich auch immer die
Einkaufsfahrten zu den Firmen, um unseren Bedarf für den Verkauf zu decken. Irgendwann bekam ich auch Kontakt zu Frau Margot Schubert und die Besuche bei ihr waren immer sehr interessant. In unseren Diskussionen um das "Für" und "Wider" der Hydrokultur erfuhr ich auch so manches, was sich in der "Szene" (sagt man heute) tat.


Sehr gut wuchsen und wachsen bei mir Aglaonema, Schefflera (wird leider immer zu schnell zu groß), Hoya carnosa, Brautmyrte, Euphorbia pseudocactus, Adenium obesum, Beaucarnea recurvata, Stapelia, sowie verschiedene Orchideenarten. Daneben versuche ich verschiedene Pflanzen aus Samen anzuziehen, oder durch Stecklingsvermehrung zu kultivieren. Auch befasse ich mit der Hydrokultur draußen. Die Anzahl der Pflanzen, die ich heute noch in der Wohnung kultiviere richtet sich natürlich vornehmlich nach dem Platz, der zur Verfügung steht. Einige Pflanzen, wie Kakteen in Hydrokultur, Zygocactus und Beaucarnea recurvata stehen im Sommer auf dem Balkon. Das Winterquartier für diese ist das ungeheizte Schlafzimmer, das in einer zentralbeheizten Wohnung trotzdem noch reichlich "warm" ist.

Berlin, den 04. April 2001


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