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Rubrik: Pflanzenfamilien

Acanthaceae


Die Acanthaceae - Bärenklaugewächse sind Sträucher, Halbsträucher und Kräuter, manche auch Kletterpflanzen. Einzelne Acanthus-Arten sind gute Gartenpflanzen in Mitteleuropa, die meisten jedoch typische Warmhauspflanzen, die im geschlossenen, klimatisierten Blumenfenster bestens gedeihen. Einige wachsen aber auch in einfacher Zimmerkultur. Die namensgebende Gattung hat sogar kunsthistorische Bedeutung. Im klassischen Altertum diente der Akanthus den griechischen Bildhauern als Vorlage. Das Kapitell der korinthischen Säule zeigt einen Kranz aus stilisierten Akanthusblättern. Neuerdings werden auch Mangrove-Arten (Avicennia) zu dieser Familie gezählt.
Die Blätter sind, abgesehen von denen des Akanthus, meist gegenständig, ganzrandig oder gezähnt. Der Blütenstand ist sehr charakteristisch. Es ist eine Zyme, die oft ährenförmig gestaltet ist. Sie hat meist deutlich sichtbare, große Hochblätter und oftmals große Schaublüten, die durch Insekten oder Vögel bestäubt werden. Die Tierbestäubung hat zu vielen Anpassungen in den Blütenformen geführt.

Adiantaceae

Adiantaceae - Frauenhaarfarngewächse

Diese Familie ist nach neueren Erkenntnissen in die Familie
Pteridaceae - Saumfarngewächse aufgenommen worden.
Sie bestand nur aus der Gattung Adiantum und einigen kleineren Gattungen, die unter der Bezeichnung "Vittarioiden" zusammengefasst waren. Alle diese Gattungen bilden jetzt eine Unterfamilie der Familie Pteridaceae. Bitte informieren Sie sich dort weiter.

Agavaceae


Agavaceae - Agavengewächse
In den letzten Jahren hat es ja beträchtliche Veränderungen in diesen Verwandtschaftskreisen gegeben. So haben wir uns nun entschlossen, der neueren Entwicklung Rechnung zu tragen, und wir haben diese Familie als Unterfamilie Agavoideae in die Familie Asparagaceae - Spargelgewächse aufgenommen. Über die Entwicklungen dazu lesen Sie bitte den Ausgangsbeitrag zum "Fall 4" der Veränderungsliste im Beitrag 9 der Systematikserie und den neu herausgekommenen Beitrag zur Aktualisierung der "alten" Liliaceae. Über das Inhaltliche zu den Agavoideae lesen Sie bitte im Familienbeitrag der Asparagaceae. Unter dieser Familie finden Sie nun auch die zugehörigen Bilder.

Amaranthaceae


Die Amaranthaceae - Fuchsschwanzgewächse sind meist Kräuter oder am Grunde verholzende strauchartige Gewächse, manchmal auch Sukkulenten mit verschiedenartig angeordneten Blättern. Die meist zwittrigen, zum Teil aber auch eingeschlechtig ein- oder zweihäusigen Blüten sind meist zahlreich und klein in knäueliger Anordnung in dichten Blütenständen angeordnet, die manchmal groß und auffällig, meist aber unscheinbar sind. Die Früchte enthalten einen oder wenige Samen, sind Achänen oder Kapseln und oft zu mehreren knäuelig mit den bestehen bleibenden Blüten- oder Hochblättern verbunden.

Amaryllidaceae


Die Amaryllidaceae - Amaryllisgewächse sind Zwiebelgewächse mit kontraktilen Wurzeln, deren Zwiebeln aus Speicherschuppen bestehen und einen verkürzten Stamm haben. In einigen Fällen, wie beim Riemenblatt (Clivia), ist die Zwiebel reduziert. Auch die Lauchgewächse haben in vielen Fällen keine Zwiebel, sondern Sprosse, die auf Rhizomen aufsitzen. So sind auch die Schmucklilien gestaltet. Die Blätter sind wechselständig und zweizeilig angeordnet. Der Blütenstand ist eine meist langgestielte, von Hochblättern umgebene Scheindolde, die manchmal bis zur Einzahl der Blüten reduziert ist (z.B. bei Narzissen und Zephirblumen). Die Blüten sind sechszählig und meist sehr ansehnlich (Insekten- oder Vogelbestäubung) mit einer einfachen Hülle, zu der manchmal eine innere Krone tritt. Auch die Blütenstände als Ganzes haben oft beträchtliche Schauwirkung.

Der bei den Amaryllisgewächsen unterständige und bei den Lauchgewächsen und den Schmucklilien oberständige Fruchtknoten besteht aus drei Fruchtblättern. Die Früchte sind Kapseln oder Beeren. Die Samen mancher Arten sind sehr kurzlebig (rekalzitrant).

Apocynaceae

Die Apocynaceae - Hundsgiftgewächse sind Bäume, Sträucher, Kletterpflanzen und Lianen, auch Kräuter. Es gibt eine ganze Reihe Sukkulenten in dieser Familie (z.B. Adenium, Pachypodium, Stapelien). Die Pflanzen haben meist Milchsaft, viele sind Giftpflanzen. Die Blätter sind ganzrandig. Die Blüten sind gewöhnlich fünfzählig und radförmig, glockig oder röhrenförmig mit verwachsenen Kronblättern. In der Unterfamilie Asclepiadoideae (Schwalbenwurzgewächse oder Seidenpflanzengewächse) formen sie sogenannte Klemmfallenblumen. In dieser Gruppe bilden die Pollen ein Pollinium mit einem Stielchen und Klebeapparat. Die Früchte sind zweiklappige Kapseln, oft in Zweizahl, und die Samen tragen meistens einen haarförmigen Flugapparat.

 

Araceae


Die Araceae - Aronstabgewächse sind Land- oder Wasserpflanzen, oft mit Rhizomen oder Knollen, Kräuter, Kletterpflanzen, Lianen oder Epiphyten mit Luftwurzeln. Einige der Wasserpflanzenarten sind ganz stark reduziert und haben nur noch einen thallusartigen Körper (Wasserlinsen). Die Blätter sind sehr unterschiedlich, ganzrandig oder mehrteilig. Die Blüten sind meist sehr zahlreich und klein; sie sind in einer kolbenartigen Ähre vereinigt, die von einem oft zu einem Schauapparat ausgeformten Hochblatt (der Spatha) umgeben ist. Die Früchte sind meist Beeren. Sehr sehenswert, aber nicht für die Zimmerkultur geeignet, ist die Titanwurz - Amorphophallus titanum (Becc.) Becc. ex Arcang. Am bekanntesten sind die vielen Arten des Philodendron, die Dieffenbachia und die Flamingoblume (Anthurium).

Araliaceae

Die Araliaceae – Araliengewächse sind meist Holzgewächse, Sträucher oder Bäume, der bekannte Efeu ist eine Kletterpflanze. Krautige Pflanzen sind seltener. Die Blätter sind oft auffällig geformt, handförmig geteilt oder zusammengesetzt. Das macht sie zu beliebten Blattschmuckpflanzen. Die fünfzähligen Blüten sind klein und in doldigen Blütenständen vereinigt. Die Früchte sind meist Steinfrüchte oder Beeren.
Allen voran zu nennen ist die bekannteste Vertreterin, die Schefflera. Auch sehr bekannt sind die Fatsia und die Fatshedera. Weiter gehört dazu auch die Polyscias. All diese Gattungen der Familie Araliaceae haben einen etwas geringeren Lichtanspruch als die meisten anderen Tropenbewohner. Als Gartengehölze sind die Stachelkraftwurz (Acanthopanax) und die Baumkraftwurz (Kalopanax) zu nennen. Der Ginseng (Panax ginseng C. A. Mey) darf nicht vergessen werden.

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