Familienbeschreibung: Liliaceae
Liliaceae Juss. - Liliengewächse
Typusart: Lilium candidum L. - Madonnen-Lilie
Anmerkung:Die Liliengewächse im engeren Sinne sind heute das, was nach der Umgestaltung der alten, sehr breit gefassten Familie "übrig geblieben" ist. Sie können dazu den
Beitrag 9 in unserer Rubrik "Systematik der Pflanzen" lesen.
Familiengröße:610 Arten
Nächstverwandte Familien:Melanthiaceae - Germergewächse
Colchicaceae - Herbstzeitlosengewächse
Alstroemeriaceae - Inkaliliengewächse
Smilacaceae - Stechwindengewächse
Kurze Charakteristik wesentlicher Eigenschaften:Die Liliengewächse sind Kräuter, die Zwiebeln besitzen, die sich mit kontraktilen Wurzeln im Boden verankern. Die einfachen Blätter stehen spiralig oder quirlig. Die endständigen Blütenstände bestehen aus einer oder vielen Blüten, die meistens groß und ansehnlich sind. Es sind sechszählige Perigonblüten, d. h. sie sind nicht in Kelch und Krone geteilt. Die oberständigen Fruchtknoten sind dreizählig. Sie bilden eine Kapsel, selten eine Beere. Die Samen sind flach scheibenförmig und sind in den Kapseln stapelartig angeordnet.
Verbreitungsschwerpunkte:Die Liliengewächse sind weit verbreitet in der nördlichen gemäßigten Zone, vor allem in Steppen und Bergwiesen.

Verbreitung der Familie Liliaceae
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Angiosperm Phylogeny Group
Nutzung und Verwendung:
- Nutzpflanzen: Zwiebeln von einigen Arten werden gegessen, so aus den Gattungen Cardiocrinum, Lilium und Tulipa. Medizinisch werden genutzt: Erythronium, Fritillaria und Lilium.
- Zierpflanzen für das Freiland: Die Bedeutung der Tulpen (Tulipa), Lilien (Lilium) und Kaiserkronen (Fritillaria) im Garten braucht nicht hervorgehoben zu werden. Tricyrtis und Erythronium sind zwar seltener, werden aber auch regelmäßig in Gartenkatalogen angeboten. Nomocharis und Cardiocrinum sind wohl eher Liebhaber-Zwiebelgewächse. Die sehr schönen Mormonentulpen (Calochortus) sind schwer zu erhalten und auch eher Spezialisten vorbehalten.
- Zierpflanzen für den Wohnbereich, den Wintergarten und das Gewächshaus: Verschiedene vorgetriebene Tulpen werden im Frühjahr und Lilien im Sommer in Töpfen angeboten, an denen man sich eine gewisse Zeit erfreuen kann. Am ehesten eignet sich zur Topfkultur die Osterlilie (Lilium longiflorum Thunb.)
- Schnittblumen: Tulpen und Lilien sind hervorragende Schnittblumen, die in großem Maße Verwendung finden. Auch Kaiserkronen (Fritillaria imperialis L.) werden angeboten, ab und zu auch andere Fritillaria-Arten.
- Sumpf- und Wasserpflanzen: keine
- Gattungen der Familie in der Hydrokultur: keine
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