Monstera deliciosa Liebm. (Fensterblatt)
Pflanzenbeschreibung
- Pflanzenfamilie:
Araceae - Aronstabgewächse
- Herkunft:
Aus den tropischen Sumpfgebieten von Mittel- und Südamerika. Monstera deliciosa stammt aus Mexiko. Monstera obliqua Miq. ist in Brasilien beheimatet. Monstera adansonii Schott (Syn. Monstera pertusa (L.) de Vriese) ist in Brasilien und auf den Westindischen Inseln zuhause.
- Sortiment:
Monstera deliciosa Liebm. (die Köstliche) ist am häufigsten vertreten. Oft ist auch die Monstera obliqua Miq. ’Leichtlinii’ mit ihren durchlöcherten Blättern anzutreffen.
Neben den Naturformen gibt es heute zahlreiche Zuchtformen.
Die Arten mit den durchlöcherten Blättern tauchen mit vielen Namen auf. Da u.a. als Philodendron friedrichsthalii, oder als Philodendron 'Shotgun' oder Philodendron 'Atom'. Selbst die Bezeichnung 'Swiss Cheese' wird verwendet.
- Pflanzengestalt:
Die Monstera wächst teilweise epiphytisch als kletternde Liane. Die Blätter sind bei Austrieb hellgrün. Später sind sie lederartig dunkelgrün mit durchlöchert und mit fiederähnlichen Spalten.
- Ansprüche an den Standort:
Hell bis schattig. Bei Jungen Pflanzen keine direkte oder pralle Sonne. Ältere Pflanzen mit voll "ausgereiften" Blättern sind widerstandsfähiger. Gutes Gedeihen wenn der Standort nicht verändert wird.
Bilder
Pflanzenpflege
- Pflege:
Substrat feucht halten. Keine Staunässe. Luftfeuchtigkeit beugt vor gegen Schädlingsbefall und braun Blattspitzen. Wenn die jungen Blätter während des Austriebes "gestört" werden entstehen Missbildungen.
Ausgereifte Blätter regelmäßig entstauben.
- Gießen und Düngen:
Regelmäßig nach Bedarf. Kleine Pflanzen werden nur schwach gedüngt. Bei großen Pflanzen die Konzentration der Düngelösung nicht erhöhen, sondern lieber öfter mit schwacher Konzentration düngen.
- Umsetzen:
Wenn der Topf zu klein wird und die Pflanze umzufallen droht. Hier helfen auch geeignete Stützmaßnahmen. Das Substrat kann humos sein. Gute Blumenerde verwenden. Eine regelmäßige Verjüngung der Pflanze ist bei eingeschränktem Platzangebot zu empfehlen.
- Vermehrung:
Durch Samen, ist aber Gärtnersache. Leicht durch Stecklinge, die noch keine großen Luftwurzeln gebildet haben. Abmoosen ist auch möglich.
- Pflanzenschutz:
Schildläuse und Wolläuse können auftreten. Regelmäßige Kontrolle beugt vor.
- Giftpflanze?
Nein die Monstera ist nicht giftig
- Washingtoner Artenschutzabkommen:
Nein die Monstera gehört nicht dazu
- Nutzpflanze:
Ja die Früchte der Monstera deliciosa sind essbar. In Funchal auf Madeira haben wir die Früchte auf dem Markt gesehen. (siehe oben) Sie schmecken der Ananas ähnlich. Zur Fruchtbildung wird es in der Zimmerkultur kaum kommen.
- Weitere Anmerkungen:
Die Luftwurzeln sind leicht brüchig. Nicht abschneiden und vorsichtig behandeln. Wenn diese in die Nähe von Wasser oder eines Topfes mit Substrat kommen, wachsen sie dort fest.
Manchmal wird die Monstera wegen ihrer Ähnlichkeit mit den Philodendronarten (Baumfreund) diesen zugeordnet. Es gibt aber blütenbiologische Unterschiede. Die Pflege ist allerdings ähnlich.
Monstera deliciosa Liebm. kann als Anfängerpflanze bezeichnet werden.
Die abgebildete Riesenpflanze der Monstera steht im Treppenhaus des Instituts für Gartenbauwissenschaften der Humboldt Universität in Berlin – Dahlem.
- Hydrokultur:
Ja die Monstera wachsen sehr gut in Hydrokultur. Es eignen sich dafür aber nicht die kleinen Kulturtöpfe. Die Topfhöhe von 19 cm ist besser geeignet. Der enorme Zuwachs der Pflanze ist zu berücksichtigen. Eine Stütze soll von Anfang an mit eingebaut werden. Als Beipflanze aber völlig ungeeignet.