Pachypodium lamerei Drake (Madagaskarpalme)
Diese Pflanze hat überhaupt nichts mit Palmen gemeinsam!
Pflanzenbeschreibung
- Pflanzenfamilie:
Apocynaceae – Hundsgiftgewächse
- Sortiment:
In Kultur ist bei uns in erster Linie Pachypodium lamerei Drake, seltener zu finden ist Pachypodium saundersii N.E.Br. und Pachypodium rosulatum Baker.
- Herkunft:
Pachypodium lamerei aus Madagaskar, Pachypodium saundersii aus Mozambik, Zimbabwe und Südafrika.
- Gestalt:
Pachypodium lamerei wächst zu mächtigen Bäumen heran und erreicht bis zu 8 m Höhe. Die Stämme können ca. 1 m Ø erreichen. Die Pflanze ist sukkulent und die Triebspitzen mit einem Blattschopf besetzt. Pachypodium saundersii hat ein etwas gedrungenes Wachstum. Die Pflanzen, die bei uns auf der Fensterbank gepflegt werden sind eigentlich noch Jungpflanzen. Ältere Pflanzen können mit sehr günstigen Bedingungen bei uns zum Blühen kommen.
- Ansprüche an den Standort:
Auch im Winter sehr hell bis vollsonnig, dabei nicht unter 18°C.
Bilder
Pflanzenpflege
- Pflege:
Wie Kakteen, allerdings ist die Ruhezeit eigentlich in unserem Sommer.
- Gießen und Düngen:
Während der Ruhezeit (bei uns um Sommer!) sehr sparsam gießen und nicht düngen. Im Winterhalbjahr keine Nachtabsenkung und dabei sehr schwach gießen und sparsam düngen.
- Pflanzenschutz:
Schildläuse möglich.
- Umsetzen:
Selten, aber dann, wenn die Pflanze sehr groß geworden ist und umkippen kann. Den Topf aber nicht zu groß wählen. Durchlässiges Substrat verwenden und die Drainage nicht vergessen.
- Vermehrung:
Durch Samen. Der Versuch mit einem Ableger ist es wert, vielleicht klappt es. Die Schnittstelle mit Holzkohlenpuder behandeln und abtrocknen lassen bevor er eingesetzt wird. Bei Hydrokultur in trockenen Blähton 8/18 einsetzen und erstes Wasser (nur wenig) von unten geben. Bei Erde ein sehr durchlässiges Substrat (Kakteenerde) wählen und zu Beginn nicht gießen, sondern gegebenenfalls Substrat einsprühen.
- Anmerkungen:
Ganz wichtig! Diese Pflanze hat überhaupt nichts mit Palmen gemeinsam!
Der Name “Madagaskarpalme“ ist wohl eine Schöpfung des Handels und hat sich aber derart in den Köpfen der Pflanzenfreunde und im Sprachgebrauch festgesetzt.
Der Milchsaft von Pachypodium ist sehr giftig.
P. lamerei und P. saundersii sind geschützte Pflanzen nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen
Die obigen Bilder der blühenden Pachypodium (von allen drei Arten), sowie der Fruchtstand, wurden im Juni 2005 im Botanischen Garten in München aufgenommen.
Ein weitere deutscher Name für Pachypodium ist "Dickfuß".
- Hydrokultur:
Ja ist möglich. Anzucht aus Samen möglich. Umstellen nur ratsam, wenn eine sehr junge Pflanze (Sämling) verwendet wird. Mit größeren Pflanzen läßt sich schlecht hantieren. Beim Einsetzen dann nur groben Blähton 8/16 verwenden, auch bei einer Jungpflanze. Ebenso ist die Höhe des Kulturtopfes wichtig, mindestens 12 cm! Unbedingt auf niedrigen Nährlösungsstand achten!