Rubrik: Pflanzenfamilien
Die Rubiaceae - Krappgewächse (auch Rötegewächse) sind Bäume, Sträucher, Lianen oder Kräuter. Die gewöhnlich einfachen Blätter sind gegenständig oder durch gleich große Nebenblätter in Scheinwirteln angeordnet. Wo letzteres nicht der Fall ist, treten jeweils zu zweien charakteristisch verwachsene Nebenblätter auf. Die Blüten stehen einzeln oder sind in verschiedenartigen Blütenständen angeordnet.
Familie
Ruscaceae M. Roem. -
MäusedorngewächseIn den letzten Jahren hat es beträchtliche Veränderungen in diesem Verwandtschaftskreis gegeben.
So haben wir uns nun entschlossen, der neueren Entwicklung Rechnung zu tragen, und wir haben diese Familie als Unterfamilie
Nolinoideae in die Familie
Asparagaceae (Spargelgewächse) aufgenommen. Über die Entwicklungen dazu lesen Sie bitte den Ausgangsbeitrag zum "Fall 4" der Veränderungsliste im
Beitrag 9 der Systematikserie und den neu herausgekommenen
Beitrag zur Aktualisierung der "alten"
Liliaceae.
Über das Inhaltliche zu den
Nolinoideae lesen Sie bitte im Familienbeitrag der
Asparagaceae. Unter dieser Familie finden Sie auch die zugehörigen Bilder.

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Dr. Joachim Keller - Quedlinburg

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Dr. Joachim Keller - Quedlinburg

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Die
Saxifragaceae - Steinbrechgewächse sind Kräuter, die oftmals einzelne oder in Polstern wachsende Rosetten bilden. Die meist endständigen, in der Regel kleinen Blüten sind in verschiedenförmigen Blütenständen angeordnet, vier- oder fünfzählig und weisen ein Hypanthium (Blütenbecher) auf. Sie sind zwittrig oder eingeschlechtlich, radiär- oder bilateral-symmetrisch. Die Kapseln oder Balgfrüchte enthalten meist viele kleine Samen.
Die
Moosfarne sind eine sehr altertümliche Pflanzenfamilie, die weit an der Basis des Stammbaumes der höheren Pflanzen steht, keine Blüten ausbildet und sich wie die Bärlappe, Schachtelhalme und Farne über Sporen vermehrt. Die Pflanzen sind meist klein, oft moosähnlich (Name!) und haben meist einen kriechenden Stamm. Die Blätter sind meist dimorph, d. h. sie sind in Reihen angeordnet, wobei die an der Oberseite stehenden kleiner als die an der Unterseite sind, was den Pflanzen ein charakteristisches Aussehen verleiht. Die zapfenförmigen Sporophyllstände stehen an den Enden der Zweige.

Die Solanaceae - Nachtschattengewächse sind eine bekannte Familie, die sowohl ganz wichtige Nutzpflanzen (Kartoffel) als auch bekannte Giftpflanzen (Tollkirsche, Stechapfel und andere) umfasst. Die meisten Vertreter enthalten giftige Alkaloide. Es sind Kräuter, Sträucher oder Bäume, manchmal auch Kletterpflanzen mit einfachen oder zusammengesetzten Blättern. Die Blütenstände sind vielblütig oder bis zu einer Blüte reduziert. Die fünfzähligen Blüten haben einen verwachsenen Kelch und eine verwachsene Krone und sind oft beträchtlich groß und auffällig. Es sind oft teller-, trichter-, glocken- oder trompetenförmige Schaublüten. Die Früchte sind meistens Beeren oder Kapseln, manchmal auch Spaltfrüchte. Sie enthalten in der Regel viele kleine, oft flache Samen, selten auch nur einen.

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Dr. Joachim Keller - Quedlinburg

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Die
Urticaceae - Nesselgewächse sind meist Kräuter, teilweise auch Sträucher, Bäume oder Lianen, die manchmal Nesselhaare tragen. Die Blütenstände enthalten meist viele kleine und unscheinbare Blüten. Es gibt aber auch Arten, die Einzelblüten tragen. Die Blüten sind eingeschlechtlich, ein- oder zweihäusig. Ihre Staubgefäße haben einen Schleudermechanismus, indem sie erst zusammen gekrümmt sind und sich dann bei der Reife ruckartig strecken. Die Früchte bilden eine
Achäne.

Die
Verbenaceae -
Eisenkrautgewächse sind Kräuter, Sträucher, Bäume oder Lianen, manchmal mit Dornen. Die Stängel haben gewöhnlich ein vierkantigen Querschnitt und tragen gegenständige, seltener quirlig angeordnete Blätter. Die vielgestaltigen Blütenstände formen Rispen, Ähren oder Köpfchen. Die fünfzähligen Blüten sind meist zweiseitig symmetrisch und haben einen verwachsenen Kelch und eine ebenso verwachsene Krone sowie vier Staubgefäße. Die Frucht ist eine beerenartige Steinfrucht oder eine Spaltfrucht.

Die
Vitaceae - Weinrebengewächse sind meist Lianen mit Ranken, die als umgebildete Blütenstände den Blättern gegenüber sitzen. Es gibt aber auch Bäume, Sträucher, Kräuter und Sukkulenten in dieser Familie. Die Blätter sind einfach oder handförmig zusammengesetzt. Die zwittrigen oder einhäusig-getrenntgeschlechtlichen Blüten sind klein und in rispigen oder schirmrispigen Blütenständen angeordnet. Sie sind in 4-6 Kelch- und ebensoviel Kron-und Staubblätter gegliedert. Aus den zwei Fruchtblättern entwickelt sich eine viersamige Beere.