Sortiment: Um alle Sorten der Phalaenopsis hier aufzuführen müsste extra ein Buch gedruckt werden. Diese Pflanzenbeschreibung ist allgemein gehalten für die zahlreichen Hybriden, die heute fast überall verkauft werden. Teilweise gilt sie aber auch für Naturformen.
Herkunft: Aus den tropischen Gebieten Ostasiens, Indonesien, Malayisches Archipeel, Philippinen. Die Phalaenopsis wächst dort epiphytisch in geschützten Baumkronen.
Gestalt: Phalaenopsis sind zwar Epiphyten, können aber auch in Töpfen kultiviert werden. Dunkelgrüne bis silbrig erscheinende, auch marmorierte, fleischige Blätter wachsen direkt vom Wurzelhals. Dazwischen wachsen die Wurzel, die zum Teil ins Substrat wachsen, meist aber als silbrige Luftwurzel in lichtabgewandte Richtung streben.
Ansprüche an den Standort: Keine volle Sonne, aber sehr hell. Dunkle Tage im Winter lassen einzelne Knospen eintrocknen und abfallen. Dabei reicht ein dunkler Tag im entscheidenden Entwicklungsstadium der Knospe. Temperatur nicht unter 16°.
Pflege: Auf Luftfeuchtigkeit achten. Nicht die Blüten ansprühen. Abgeblühte Blütenstiele erst abschneiden, wenn sie trocken geworden sind. Es können weitere Blüten an der Spitze wachsen und es können sich Seitentriebe mit Blüten bilden, oder sogar Kindel wachsen, was aber sortenabhängig ist.
Gießen und Düngen: Immer mit temperiertem weichem Wasser. Besser ist die ganze Pflanze zu tauchen. Bis zum Abend soll die Pflanze abgetrocknet sein. Es darf kein Wasser mehr in den Blattachseln stehen. Düngen in schwacher Konzentration, je nach Gießhäufigkeit, ca. alle 4 Wochen während der Wachstumsphase. (Zeit der Blütenbildung) Währen der Ruhephase nicht düngen. Phalaenopsis-Hybriden haben keine einheitliche Ruhezeit. Orchideen sind salzempfindlich!
Umsetzen: Wenn die Pflanze zu hoch aus dem Topf gewachsen ist. Bei herkömmlichem Pflanzstoff ca. alle drei Jahre in speziellen Orchideenpflanzstoff (Substrat mit Rindenanteilen) der gut luftdurchlässig ist.
Vermehrung: Durch Samen, es ist aber Laborarbeit! Bei manchen Sorten wachsen an den Blütenstielen Kindel. Diese können abgetrennt werden, wenn sie groß genug sind, das heißt mindestens drei Blätter und einige Wurzeln haben. Manche bilden vom Grund her auch einen Seitentrieb, der abgetrennt werden kann, wenn er selbst Wurzeln hat und groß genug ist. Bei allen Arbeiten, wie Beschneiden der Wurzeln, Abtrennen eines Kindel oder Seitentriebes, dabei Hygiene beachten!
Anmerkungen: Ein weiterer deutscher Name für Phalaenopsis ist Malaienblume. Wenn Sie im Handel eine Phalaenopsis auf Hydrokultur finden, dann soll diese aber ohne Beipflanze im Kulturtopf sitzen. Oft werden kleine Farne dazu gepflanzt. Nur kann der Farn später aufgrund seines Wurzelfilzes die Phalaenopsis "ersticken". Die abgebildeten Phalaenopsis mit den Beipflanzen wurden auf Ausstellungen fotografiert. Den Leuten gefällt es, aber siehe zuvor Geschriebenes.
Hydrokultur: Ja, ist gut geeignet bei Einhaltung des erforderlichen niedrigen Wasserstandes. (Mit Wasserstandsanzeiger aber schwierig). Nur groben Blähton 8/16 verwenden, wegen der Luftdurchlässigkeit. Düngung mit Langzeitdünger möglich. Äußerste Vorsicht bei Verwendung von flüssigem Hydrokultur- oder Orchideendünger. Wenn Sie es das erste Mal mit Orchideen in Hydrokultur versuchen wollen, so wählen Sie die etwas widerstandsfähigeren Hybriden und nehmen Sie am Anfang nicht unbedingt eine Naturform. Einige Naturformen sind überhaupt nicht für die Kultur auf der Fensterbank geeignet.