Herkunft: Aus den tropischen Gebieten von Mittel- und Südamerika. Heute in allen tropischen Gebieten in Kultur.
Sortiment: Am häufigsten angeboten wird Philodendron erubescens K. Koch & Augustin. Hier gibt es verschiedene Blattzeichnungen und Blattfarben. Seltener taucht im Handel Philodendron rugosum Bogner & G. S. Bunting auf. Philodendron hederaceum (Jacq.) Schott (früher Philodendron scandens K. Koch & Sello) ist eine reine Kletterpflanze. Der immergrüne Philodendron xanadu Croat, Mayo & J. Boos ist eine Mutante von Philodendronselloum K. Koch. Sie entstand in Florida und entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer sehr beliebten Zierpflanze. Besonders geschätzt wird sie für die Hydrokultur, wegen ihrer kompakten Wuchsform. Neben den Naturformen gibt es heute zahlreiche Zuchtformen.
Pflanzengestalt: Philodendron wachsen meist als kriechende oder kletternde Pflanzen. Einige Arten bilden einen Stamm, wie Philodendron xanadu Croat, Mayo & J. Boos. Dieser wird nicht so "wuchtig" wie der von Philodendronselloum K. Koch. Rein kletternde Arten sind Philodendron sagittifolium Liebm. und Philodendron hederaceum (Jacq.) Schott. Letzterer wird häufig als Ampelpflanze gepflegt.
Ansprüche an den Standort: Hell bis schattig. Junge Pflanzen nicht in die direkte oder pralle Sonne stellen. Ältere Pflanzen mit voll "ausgereiften" Blättern sind widerstandsfähiger. Gutes Gedeihen wenn der Standort nicht verändert wird. Manche Arten kommen auch mit "wenig Licht" zurecht. Dann ändert sich aber oft die Blattfärbung und die Blätter entwickeln sich nicht optimal.
Pflege: Substrat feucht halten. Keine Staunässe. Luftfeuchtigkeit beugt vor gegen Schädlingsbefall und braun Blattspitzen. Bei höherer Luftfeuchtigkeit entwickeln sich die Pflanzen prächtig. Wenn die jungen Blätter während des Austriebes "gestört" werden entstehen leicht Missbildungen. Ausgereifte Blätter regelmäßig entstauben. Rankende und Kletternde Arten benötigen Stützen und Kletterhilfen. Rechtzeitiges zurück schneiden ermöglicht Verzweigungen.
Gießen und Düngen: Regelmäßig nach Bedarf. Kleine Pflanzen werden nur schwach gedüngt. Bei großen Pflanzen die Konzentration der Düngerlösung nicht erhöhen, sondern lieber öfter mit schwacher Konzentration düngen. Gedüngt wird dem Gießrhythmus angepasst.
Umsetzen: Wenn der Topf zu klein wird und die Pflanze umzufallen droht. Hier helfen auch geeignete Stützmaßnahmen. Das Substrat kann humos sein. Gute Blumenerde verwenden. Eine regelmäßige Verjüngung der Pflanze ist bei eingeschränktem Platzangebot zu empfehlen.
Vermehrung: Durch Samen, ist aber Gärtnersache. Leicht durch Stecklinge, die noch keine großen Luftwurzeln gebildet haben, im Frühjahr. Abmoosen ist auch möglich. Nicht im Wasserglas bewurzeln, sondern sofort in den endgültigen Topf setzen
Weitere Anmerkungen: Philodendron wird oft mit der Monsterawegen der ähnlichen Wuchsform verwechselt. Es gibt aber blütenbiologische Unterschiede. Die Pflege ist aber ähnlich. Die meisten Philodendron-Arten (Baumfreund) können als Anfängerpflanze bezeichnet werden.
Hydrokultur: Ja Philodendron wachsen sehr gut in Hydrokultur. Es eignen sich dafür aber nicht die kleinen Kulturtöpfe. Die Topfhöhe von 19 cm ist besser geeignet. Der enorme Zuwachs der Pflanze ist zu berücksichtigen. Bei den kletternden Arten empfiehlt es sich gleich eine Stütze mit einzubauen. Philodendron sind als Beipflanze völlig ungeeignet. Einzige Ausnahme ist der etwas schwächer wachsende Philodendron hederaceum (Jacq.) Schott (früher Philodendron scandens K. Koch & Sello).