Anmerkung: Zum Zeitpunkt des Schreibens des Beitrages 8 zu Ordnung und Übersicht im Pflanzenreich im August 2009 war die Analyse dieses Verwandtschaftskreises noch voll im Fluss. Diese Gruppe bildete deshalb den Fall 24. Nun hat man aus den verschiedenen Familien durch Zusammenlegung die größere Familie Primulaceae zusammengestellt, wobei die ehemaligen Familien Myrsinaceae (Myrsinengewächse) und Theophrastaceae (Schneckensamengewächse) einbezogen worden sind (siehe dazu auch diesen Beitrag).
Kurze Charakteristik wesentlicher Eigenschaften Die Primelgewächse sind Kräuter, Bäume, Sträucher oder Lianen. Es gibt auch Epiphyten in der Familie. Die Blätter sind einfach, verschiedenartig angeordnet. Bei Kräutern bilden sie oft eine Rosette. Die vier- bis fünfzähligen Blüten sind zwittrig, strahlig symmetrisch und in Kelch und Krone geteilt. Auch die Staubgefäße und Fruchtblätter sind fünfzählig. Die Früchte sind Kapseln mit zahlreichen Samen oder eine Steinfrucht mit einem oder wenigen Samen.
Verbreitungsschwerpunkte Die Familie ist kosmopolitisch verbreitet.
Nutzung und Verwendung:
Nutzpflanzen: Die Blätter von Maesa und Primula-Arten werden als Gemüse gegessen. Medizinische Nutzung finden Ardisia und Primula-Arten.
Zierpflanzen für das Freiland: Primeln (Primula) und Alpenveilchen (Cyclamen) zählen zu den bekanntesten Zierpflanzen überhaupt. Daneben haben auch Anagallis, Androsace, Dodecatheon, Lysimachia und Soldanella Bedeutung als Gartenstauden und Steingartengewächse.
Zierpflanzen für den Wohnbereich: Primeln und Alpenveilchen sind auch sehr beliebte Topfpflanzen, die breite Anwendung finden. Es gibt eine sehr große Zahl von Züchtungen. Ardisia und Myrsine werden gelegentlich als Kübelpflanzen verwendet.