Wir haben zwar gerade erst den diesjährigen späten Wintereinbruch überstanden, aber der Garten- und Pflanzenfreund denkt schon an den Frühling.
Frühjahr ist Anzucht- und Vermehrungszeit. Dazu braucht er die speziellen Hilfen.
Alle Anzuchtkästen, die in früheren Jahren bei uns verkauft wurden, waren viel zu flach für Stecklinge. Die Materialstärke ließ auch zu wünschen übrig. Ein Sämling, der zu keimen begann, stieß sehr schnell an seine Grenzen, den Deckel. Die Dinger waren also wenig brauchbar für die Praxis.
Hier waren die “Engländer“ viel besser, denn in Großbritannien gab es sehr stabile Anzuchtkästen in vielen Größen und mit ausreichender Höhe der Abdeckhaube.
Woher ich Ende der 70-iger Jahre meine Anzuchtkästen bekam, weiß ich heute nicht mehr. Jedenfalls habe ich diese immer noch reichlich. Da der Bezug nicht einfach war, hatte ich mich entsprechend eingedeckt. Sie waren jedenfalls nicht billig.
Auf der IPM 2012 in Essen haben wir diesmal ein einfaches, aber effektives Hilfsmittel im Kleinformat entdeckt. Hier werden 2 speziell geformte Metallbügel ineinander gesteckt. Sie dienen als Halter für den Pflanztopf und gleichzeitig halten sie die darübergestülpte Kunststofftüte genügend weit vom Steckling entfernt. In diesem “Folienzelt“ herrscht nun gespannte Luft und der Steckling kann Wurzeln bilden. Eine Samenanzucht ist ebenfalls möglich und der Keimling hat genügend Platz ohne gleich an einen Deckel zu stoßen.
Wer diese Anzuchthilfe im Handel (noch) nicht rechtzeitig bekommt, und wem für seinen Bedarf die Kästen zu groß sind, kann sich mit großen Konservengläsern oder der “Marke Eigenbau“ mit Kunststofftüten behelfen. (Siehe Bilder). Ich verwende zu diesem Zweck neben den Schwitzkästen die Tüten, in denen dem Handel die Schnittblumen  geliefert werden.
Lesen Sie bitte dazu auch diesen Beitrag über Verdunstungsschutz.
Berlin, den 04. Februar 2012