Sansevieria Thunb. - Bogenhanf
Verschiedene Arten der SansevieriaSansevieria trifasciata var. laurentii (De Wild.) N. E. Br.
Pflanzenbeschreibung
- Pflanzenfamilie:
Asparagaceae - Spargelgewächse
Unterfamilie Nolinoideae
- Sortiment:
Am bekanntesten und häufigsten ist die Art Sansevieria trifasciata Prain. Die Sorte Sansevieria ′Hahnii′ hat einen niedrigeren, rosettenförmigen Wuchs. Sehr selten war bei uns zu finden die Sansevieria cylindrica Bojer. Inzwischen mausert sie sich zu einer Modepflanze.
- Herkunft:
Es gibt ca. 70 Arten. Sie stammen aus dem tropischen Afrika wie Angola, meist aber aus Westafrika, Südafrika und Ostafrika. Auch im tropischen Asien gibt es einige Arten wie die Sansevieria zeylanica (L.) Willd.– Teufelszunge aus Sri Lanka.
- Gestalt:
Aus kriechenden Rhizomen, die bis zu 2 cm dick werden können, wachsen grundständige, fleischige Blätter. Sie können bis zu 7 cm breit werden. Diese sind steif und aufrecht wachsend. Die Farbe ist meist dunkelgrün mit unregelmäßigen Querstreifen. Blüten sind bei guter Pflege möglich.
- Ansprüche an den Standort:
Diese Pflanze verträgt fast alle Standorte von hell, sonnig bis halbschattig. Die buntblättrigern Arten brauchen mehr Licht. Trockene Luft wird vertragen. Die Temperatur am Winterstandort darf nicht unter 16 °C absinken. Bei Unterkühlung kann die Pflanze wegfaulen.In den tropischen Gebieten sieht man manch "skurrile" Verwendung der Sansevieria. So zum Beispiel als Einfassung, als Pflanze für Balkonkästen und sehr rabiat werden sie auch beschnitten, um das Höhenwachstum zu begrenzen.
- Bilder
Pflanzenpflege
- Pflege:
Die Sansevieria ist an sich eine sehr robuste Pflanze, die manches verträgt, was andere Zimmerpflanzen nicht so lange mitmachen. Der größte Feind allerdings ist Staunässe.
- Gießen und Düngen:
Im Sommer normal gießen, im Winter trocken halten. Lesen Sie dazu bitte die Ausführungen über den Gießrhythmus. Kalkhaltiges Wasser wird vertragen. Der Dünger soll wenig Stickstoff enthalten.
- Pflanzenschutz:
Kaum notwendig. Bei groben Pflegefehlern können Schildläuse auftreten.
- Umsetzen:
Wenn der Topf durchwurzelt ist, die Rhizome über den Topfrand wachsen, oder der Topf gesprengt wird. Das Substrat soll sehr durchlässig sein und möglichst keinen Torf enthalten.
- Vermehrung:
Sehr leicht durch teilen einer Pflanze. Blattstecklinge bewurzeln leicht. Diese fallen aber immer in die Grundart zurück. Mit einen scharfen Messer schneiden, nicht mit einer Schere. Die Schnittstelle mit Holzkohlenpuder behandeln. Auch Teilstücke von Blättern eignen sich für die Vermehrung. Bei der Stecklingsvermehrung ist Fußwärme notwendig.
- Giftpflanze?
Laut Zander ist die Sansevieria trifasciata var. trifasciata, giftig. Warum nur diese Art?
- Washingtoner Artenschutzabkommen:
nein
- Anmerkungen:
Ein etwas merkwürdiger deutscher Name für die Sansevieria ist auch "Schwiegermutterzunge". Warum – wegen der Länge, oder weil die Blätter so spitz sind? Ein weiterer Name ist Bajonettpflanze.
Der deutsche Name Bogenhanf kommt daher, weil früher von den Eingeborenen in Afrika aus den Fasern Bogensehnen gemacht wurden. Sansevieria sind auch Nutzpflanzen. Die Fasern finden Verwendung in der Seilerei.
- Hydrokultur:
Ja, funktioniert sehr gut. Einige Bilder oben zeigen verschiedene Arten in Hydrokultur. Wichtig bei der Sansevieria ist aber ein niedriger Nährlösungsstand. Ein nasser Wurzelhals ist für die Pflanzen meist tödlich, sie faulen weg.
Auswaschen und umstellen ist nicht zu empfehlen. Beim Umsetzen einer Erdpflanze einen Teilstück auf Hydrokultur setzen, oder besser und leichter ist die Anzucht aus Stecklingen.