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Hydrokultur und Beaucarnea recurvata Lem.

Diese beliebte Pflanze wächst sehr gut in Hydrokultur!

Die Beaucarnea recurvata Lem. erfreut sich aufgrund ihres bizarren Aussehens immer größerer Beliebtheit. Auf jeder Ausstellung fallen die großen Exemplare dieser Pflanzenart mit ihren Verzweigungen sofort ins Auge. Diese großen Pflanzen haben manchmal schon viele Jahre "hinter sich". Entsprechend sind die Preise für solch schöne Exemplare.

Seit einigen Jahren werden deshalb auch kleine Pflanzen angeboten. Hier sind meist drei Sämlinge in einen Topf gepflanzt. Ein einzelner Sämling sähe da etwas verloren aus. Daß der Käufer aber diese Sämlinge nach kurzer Zeit auseinandernehmen soll, wird ihm nirgends gesagt. Macht er das nicht, so erdrücken sich die Pflanzen später gegenseitig.


Diese attraktive Pflanze gibt es selbstverständlich auch in Hydrokultur. Hier allerdings meist als ältere Exemplare, die nach dem Köpfen des Haupttriebes seitliche Austriebe haben.

Im Internet gibt es eine Seite, die allerdings behauptet, daß die Beaucarnea recurvata Lem. nicht in Hydrokultur wachsen würde. Kein Wunder, denn diese Seite strotzt nur so von Fehlern.

Zitat von dieser Seite: Zu den Hydrokulturpflanzen gehört der Gummibaum, Orchideen, Brautmyrte, Usambarapfeilchen, Streptocarpus und weitere.
Eine schöne Zimmerpflanze, jedoch nicht zur Hydrokultur gehörend, ist der der Elefantenfuß.
(Rechtschreibfehler nicht korrigiert)

Diese Behauptung ist völlig falsch und insofern gewagt, weil im gleichen Atemzug Pflanzen für Hydrokultur empfohlen werden, die wiederum fundierte Spezialkenntnisse (Orchideen) voraussetzen.

Hier wurde ein deutscher Name für die Beaucarnea recurvata Lem. genannt, nämlich "Elefantenfuß". Dieser Name ist akzeptabel, weil der Pflanzenfuß bei älteren Exemplaren einem Elefantenfuß ähnlich sieht.

Es gibt allerdings noch eine Pflanze, für die der Name Elefantenfuß ebenfalls verwendet wird. Es ist die Dioscorea elephantipes (L'Hér.) Engl. aus der Familie der Dioscoreaceae.  Diese doppelte Verwendung sorgt dann wieder für weitere Verwirrungen.

Völlig daneben sind andere deutsche Pflanzennamen, die auch im Handel und im Internet verwendet werden.

Hier einige Beispiele:

Zur Klarstellung:
Die Beaucarnea recurvata Lem. gehört zur Familie der Asparagaceae - Spargelgewächse.
Unterfamilie Nolinoideae (Stand Februar 2010)  

Es ist keine Palme!

Sie war früher in der Familie Agavaceae gelistet worden, und dann zur Familie Dracaenaceae, zuletzt der Familie der Ruscaceae - der Mäusedorngewächse zugeordnet.
Eine wechselvolle Familiengeschichte.



Seit 1983 nun befasse ich mich selbst mit dieser Pflanze. Dabei pflege ich mehrere Exemplare nur in Hydrokultur. Und die gedeihen mehr als prächtig. Sie können einen Teil davon auf den Bildern sehen.
Die Pflanze im Bodengefäß mit 50 cm Ø steht seit 1983 in diesem Gefäß. Im Sommer auf dem Balkon und im Winter im Wohnzimmer unter Kunstlicht. Die Austriebe wurden schon mehrmals zurückgeschnitten.


Die einzelne Pflanze im braunen Keramikgefäß (oben Mitte) habe ich 1983 als Sämling, der in Hydrokultur gezogen war, gekauft. In einem 5er Gittertopf saßen damals 11 (elf!) Sämlinge, die ich sofort einzeln in größere Töpfe setzte. Drei von diesen Pflanzen sind noch in meinem Besitz. Die anderen habe ich verschenkt.

Meine gesammelten Erfahrungen mit dieser schönen Pflanze werden Sie demnächst hier nachlesen können.

Allerdings sehe ich im Handel immer wieder, daß gerade die jungen Pflanzen (Sämlinge) bei Hydrokultur viel zu tief in den Töpfen eingepflanzt sind. Dazu kommt noch, daß immer wieder viel zu kleine und niedrige Töpfe Verwendung finden. Bei diesen ist eine optimale Wasserversorgung nun mal nicht gewährleistet.

Erfahrungsgemäß sind die Pflanzenfreunde mit ihren Wassergaben zu großzügig, was ein rasches Pflanzensterben bewirkt.

Berlin. den 16. Mai 2009

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