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Rückblick - Die BuGa 1999 in Magdeburg

Vor zwei Jahren war in Magdeburg eine Bundesgartenschau. Die Erinnerung daran ist leider nicht positiv. Es fing damit an, daß man mit dem Auto zwar von der Autobahn in die Stadt geleitet, aber dann kurz vor dem BuGa-Gelände alleine gelassen wurden. Soweit wären wir auch ohne Wegweiser gekommen. Wir fanden das BuGa-Gelände dann doch noch. Warum fuhr ich nach Magdeburg? Im Jahr 1999 war ich noch Mitglied im Vorstand der DGHK e.V. und eine Sitzung fand am 5.6.99 in Magdeburg statt. So konnte man das Praktische mit dem Nützlichen verbinden und gleich dabei die Sonderschau über Hydrokultur besuchen.
Diese Hallenschau unter dem Motto "Wohnen mit Grün - Zimmerpflanzen für‘s Wohlbefinden in Hydrokultur" war vom 29. Mai 1999 bis 10. Juni 1999

Schon kurz vor unserer Sitzung konnte ich mir die halbe Halle der zwei Ausstellungshallen mit der Hydrokultur ansehen. Ich war entsetzt! Ein Teil der Hydrokulturpflanzen standen völlig trocken. Zum Teil zeigten sich bereits oberirdische Trockenschäden. Anderen Hydrokulturpflanzen stand das Wasser bis zur Halskrause. Gut, sie werden das Ende der Sonderschau erreicht haben - aber danach? Ein solcher Zustand ergibt sich nicht von heute auf morgen, sondern zeigt, daß die Betreuung der Ausstellung nicht funktionierte. Nachdem ich mich über diesen Zustand kritisch geäußert hatte, wurde es auch den "Verantwortlichen" zugetragen. Plötzlich rannten einige Personen mit Gießkannen durch die Gegend.




Dem Thema "Wohnen mit Grün - Zimmerpflanzen für‘s Wohlbefinden in Hydrokultur" wurde die Schau auch nicht gerecht. Es wurden zwar Pflanzen in Kulturtöpfen für Tischgefäße gezeigt, die aber alle in großen Wannen auf dem Boden standen. Sicher waren auch Sitzgruppen mit Großgefäßen gezeigt, die aber nicht das meist vertretene Umfeld einer Wohnung darstellen. Es fehlte also die Darstellung einer Fensterbank mit Pflanzen in Hydrokultur.






Schön ist es auch, wenn die "Fachbetriebe" ihre Prachtexemplare zeigen können und dafür Medaillen bekommen. Aber was nützen all die Schilder mit Gold und Silber, wenn bei weniger bekannten Pflanzen der Name fehlt? Sicher freut es einen Veranstalter, wenn der Besucher mit "Aha-Efekt" ob der schönen Blumen und Pflanzen durch die Halle schreitet. Wie aber geht es jemanden, der von der Materie Ahnung hat? Derjenige, der fundierte Informationen suchte und erwartete kam hier nicht auf seine Kosten.




Den Vogel haben die Ausstellungsmacher mit folgendem abgeschossen:
Die Transportsicherung, an der Pflanze, aus Klebeband war nach 6 Ausstellungstagen immer noch nicht entfernt. Oder war sie schon wieder für den Abtransport in 5 Tagen angebracht worden? Ich möchte nicht unterstellen, daß die Pflanze, mangels Wurzeln, ohne das Klebeband umgefallen wäre.
Nach diesem Fiasko der Sonderschau in der Halle schaute ich mir auch einen Teil des Freigeländes an. Hier fielen zuerst die bepflanzten Balkonkästen auf großen Gestellen ins Auge. Es wurden die vielfältig möglichen Zusammenstellungen der Pflanzen gezeigt, aber es fehlte (am Besuchstag) der Hinweis für welche Standorte welche Pflanzen geeignet sind. Pflanzennamen fehlten auch. Das an die Hallen angrenzende Freigelände schaute ich mir nach soviel Frust nur noch kurz an - kein Kommentar mehr.

Diese negativen Bemerkungen über die Bundesgartenschau 1999 in Magdeburg wurden mir auch von anderen Besuchern bestätigt. Keiner konnte einen Besuch empfehlen. Schade für den Zeitaufwand, das Fahr- und das Eintrittsgeld.
Der Internetauftritt der BuGa Magdeburg war ähnlich wie die Schau selbst. Er war in die Internetseite der Stadt Magdeburg eingebunden. Ich schaue in die Zukunft und freue mich auf Besseres. So hoffe ich nur, daß in diesem Jahr nach dem wenig professionellen Internetauftritt der BuGa 2001 Potsdam die Hallenschau selbst mit dem Thema Hydrokultur besser wird.

Berlin, den 10. Juni 2001

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