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Blattläuse

© Stephan Grass

Diese Insekten aus der Ordnung der Schnabelkerfen kennt wohl jeder. An Zimmerpflanzen finden wir vorwiegend die Grüne Pfirsichblattlaus, Myzus persicae, wobei stets die ungeflügelten, grünen Weibchen in größeren Kolonien anzutreffen sind. Diese sind in der Lage durch Jungfernzeugung, also ohne Männchen, bis zu 170 Jungläuse zu gebären (lebendgebärend!). Diese können nach zwei Wochen selbst für Nachkommenschaft sorgen.

Mit ihren Stechrüsseln gelangen sie zwischen den Zellen hindurch bis zu den Leitungsbahnen der Pflanzen, von wo sie den Pflanzensaft aufnehmen. Blattläuse scheiden Honigtau aus. Auf diesem klebrigen Belag auf den Pflanzenblättern, entwickeln sich leicht Rußtaupilze, welche die Blätter schwarz einfärben.

Die Blattläuse schädigen die Pflanzen durch Saftentzug und durch die Abgabe von Speichelgiften beim Saugen. Die Giftstoffe rufen Gelbfleckigkeit, Kräuseln und Einrollen der Blätter, Verkrümmung der Triebspitzen und Verkrüppelung der Blüten hervor.



Bekämpfung:
Blattläuse lassen sich mit einem Brennesselsud, mit einer schwachen Seifenlösung oder, bei schwachem Befall, durch wiederholtes abduschen entfernen.
Ebenso eignen sich alle gegen saugende Insekten zugelassene Präparate, wobei systemisch wirkende Mittel besonders gründlich wirken. Bei diesen Mitteln wird der Wirkstoff von der Pflanze aufgenommen und gelangt so über den Saftstrom an alle Stellen der Pflanze. Die Insektizidstäbchen, welche in den Boden gesteckt werden, enthalten solche Wirkstoffe.
Ebenso ist eine biologische Bekämpfung mit Florfliegen, Marienkäfer und Schlupfwespen in Gewächshäusern oder auf großen Blumenfenstern denkbar.

Berlin, den 14. Januar 2004

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