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"Lucky Bamboo"

Der Glücksbambus ist eigentlich eine Dracaena braunii Engl.

"Lucky Bamboo" ist ein Symbol im Feng Shui, es soll positive Energie anziehen. Im asiatischen Raum gilt er als Glücksbringer.

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten darüber. Aber nur wenige sagen deutlich, daß es sich hier nicht um Bambus, sondern um einen Drachenbaum handelt.

Zurzeit werden diese wundersamen "Stäbe" in Röhrchen mit Wasser von verschiedenen Baumärkten wieder verstärkt beworben und verkauft. Zum Teil sogar "verschleudert". Manche Zweige sind einfach gerade, manche auch unter Nachhilfe am oberen Ende stilvoll gedreht.
Die dabei verwendeten Namen sind chinesischer Bambus oder Bambuszweig.


Mehrere kurze Stiele werden mehrstufig zusammengebunden in einem flachen Gefäß als Pyramide angeboten. Zwar schön anzusehen, aber was geschieht mit dem ganzen Gebilde, wenn sich die größer werdenden Austriebe gegenseitig behindern

Jetzt aber der wichtigste Hinweis in Richtung Wahrheit.
Es handelt sich hier um keinen Bambus, sondern es ist die Dracaena braunii Engl.!  (Syn. Dracaena sanderiana Sander)
Diese Dracaena ist sehr pflegeleicht. Sie kann unter den Anfängerpflanzen eingeordnet werden.


Die Pflegeanleitung bei diesen Pflanzenteilen sagt nur, daß das Wasser alle 10 bis 14 Tage gewechselt werden soll.
Werbung: "Mit kleinem Wurzelwerk"
Sicher hat das Pflanzenteil, man kann hier auch von einem Stammsteckling sprechen, zum Zeitpunkt des Erwerbs nur wenig oder manchmal auch keine Wurzeln.
Wird es in dem Röhrchen belassen, so wird dieses innerhalb kurzer Zeit vollkommen mit Wurzel ausgefüllt sein.

Es wäre kein Dünger notwendig, wird auch behauptet. Das stimmt insofern nicht, da nach gewisser Zeit Mangelerscheinungen im Blattwerk sichtbar werden, denn es verliert sich das Blattgrün.

Unsere Empfehlung:
Setzen Sie dieses Teil möglichst bald in einen Kulturtopf mit Blähton. Einfacher und preiswerter können Sie gar nicht mit Hydrokultur beginnen!
Etwas schöner macht sich der Topf natürlich, wenn Sie verschieden große (lange) Teilstücke zu einer Gruppe im Kulturtopf zusammenpflanzen (nicht zusammenbinden).

Schneiden Sie die Pflanze regelmäßig zurück. Sie wird sonst mit der Zeit sehr unansehnlich.

Berlin, den 17. November 2004

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