..:: Pflanzen & Hydrokultur - Hydrotip - Stress für die Pflanzen im Winter ::..

Stress für die Pflanzen im Winter

In beheizten Räumen herrscht oft ein Wüstenklima

Viele Pflanzenfreunde genießen im Winter mit Wohlbehagen die geheizten Räume. Zeigt das Thermometer um die 20 – 22 °C empfinden sie es als angenehm. Sicher gibt es Zeitgenossen, die sich erst bei 25 °C wohlfühlen.

An ihre Pfleglinge am Fenster denken sie dabei aber nur wenig. Vor allem, daß dort auf der Fensterbank ein völlig anderes Klima herrscht. Ein Heizkörper, meist unterhalb des Fensters erwärmt die Luft und bewirkt dadurch eine Luftzirkulation und Klimaverhältnisse, die von den Pflanzen aber als großen Stress erleben müssen.

Über diese völlig anderen Klimaverhältnisse sollten die Pflanzenfreunde mal nachdenken. Es gilt ihnen etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.


Die wechselnden Temperaturen auf der Fensterbank lassen sich am besten mit einem Minimum – Maximum Thermometer kontrollieren.

Die meisten als Zimmerpflanzen gehaltenen Pfleglinge stammen aus Regionen in denen eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht als bei uns. Die vom Heizkörper aufsteigende, eben erwärmte Luft ist aber trocken und sind für die Pflanzen wie ein Wüstensturm.




Die Luftfeuchte messen Sie mit einem Haarhygrometer, das aber richtig eingestellt sein muß. Die Einstellung muß mindestens alle 6 Monate erfolgen.
Neuerdings gibt es preiswerte elektronische Hygrometer.
Aber auf der Fensterbank erleiden die Pflanzen dazu noch ein wahres Wechselbad von sich ständig änderndem Klima.
An der Fensterscheibe fällt kalte Luft herab, streicht zuerst an den Pflanzen vorbei. So bekommen sie also kalte Füße, aber dann kommt die trockene Luft vom Heizkörper.
Sie selbst empfinden es doch auch angenehmer, wenn Sie warme Füße haben und dabei einen kühlen Kopf bewahren können. Gönnen Sie es auch Ihren Pflanzen!

Speziell, wenn Sie Pflanzen in Hydrokultur besitzen müssen Sie dieser Problematik die nötige Aufmerksamkeit schenken. Bei Pflanzen in Erde hat der Pflanzstoff noch gewisse Pufferwirkung, solange er nicht zu nass ist. Dies Wirkung entfällt aber bei den Pflanzen in Hydrokultur. Besonders dann, wenn der Nährlösungsstand noch zu hoch ist.
Bei der Messung und Überwachung hilft ein Bodenthermometer.

Mir ist bekannt, daß solch ein Thermometer nicht so einfach zu bekommen ist. Sie können sich mit einem Aquarienthermometer behelfen, das allerdings manchmal etwas klein geraten ist. Kesselthermometer eignen sich nur bedingt, da deren Meßbereich viel höher liegt und sich dadurch schlecht ablesen läßt.


Das gelbe Thermometer auf dem Bild hat seinen Vorteil darin, daß es sehr dünn ist und deshalb leicht neben dem Kulturtopf in den Übertopf passt. Der Nachteil, es muß herausgezogen werden, um es ablesen zu können.
Im Gegensatz zum anderen abgebildeten Thermometer (ich ließ es extra in dieser Größe und mit dem Meßbereich anfertigen) war es für einen anderen Zweck hergestellt worden.


Berlin, den 03. Dezember 2004

Neue Artikel

Grüne Veranstaltungen