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Der neue Hydrokulturtopf

Jeder von Ihnen weiß, dass unsere Pflanzen im Hydrokulturtopf - den wir dringend zur Anzucht und zur späteren Platzierung im Hydrokulturgefäß benötigen - nur für eine gewisse Zeit genügend Platz haben um ein gutes Wurzelwachstum zu bilden. Genau hier liegt das Problem.

Für eine gewisse Zeit!
Nachdem die Pflanzen, im Hydrokulturtopf bewurzelt und ihren festen Stand gefunden haben, werden sie zur weiteren Vermarktung uns, den Hydrokulturgärtnern oder dem Verbraucher zur Verfügung gestellt, um unsere Wohn- und Arbeitsbereiche zu verschönern. Jetzt in diesem Moment werden sie vom Verbraucher eingekauft und einzeln oder mit anderen Pflanzen in einem Hydrokulturgefäß zur weiteren Verwendung platziert.
Bei einer guten Pflege und einem guten Standort entwickeln sich sowohl die Pflanze als auch ihre Wurzeln sehr schnell. Dabei ist das Wurzelwachstum schon nach kurzer Zeit stark eingeschränkt: Da die Wurzeln nur aus den Öffnungen des Hydrokulturtopfes wachsen können, die sich in der wasserführenden Zone befinden, verwurzelt der Hydrokulturtopf in der Feuchtzone so stark, dass hier bald kaum noch Wurzelwachstum möglich ist. Eine gute Wurzeldurchlüftung ist daher auch nicht mehr gewährleistet. Und gerade die Wurzeldurchlüftung ist eine der wichtigsten Bausteine der gesunden Hydrokultur.



Pflanzen in Kulturtöpfen


Was kommt danach?
Sind kein ausreichendes Wurzelwachstum und keine Wurzeldurchlüftung mehr gewährleistet, treten Pflanzenschäden und -schädlinge auf, die letztendlich zum Absterben der Pflanze führen können, zum Teil sogar führen.
Leider ist es uns nicht möglich, beim Plazieren der Pflanzen ins Hydrokulturgefäß, den Hydrokulturtopf zu entfernen, da wir ihn benötigen, um der Pflanze im Gefäß einen festen Halt zu geben. Auch würden wir beim Entfernen des Topfes, die Gewährleistung der Pflanzen verlieren, und nicht zu vergessen ist auch: die Wurzeln würden freigelegt und verletzt.

Wer hat nun das Problem?
Primär natürlich wir, die Hydrokulturgärtner (die dieses Problem kennen). Bis jetzt hatten wir nur die Möglichkeit, die Pflanzen auf unsere Kosten auszutauschen, um unseren Kunden wieder zufriedenzustellen. Vergessen dürfen wir nicht, dass das größte Problem unsere Pflanze hat.
Haben wir nicht eine besondere Verantwortung ihr gegenüber? Diese Pflanze hat kaum die Möglichkeit, ihren Topf zu verlassen, sich frei auszubreiten. Ich denke, dass dies uns alle nachdenklich stimmen sollte.

Die Lösung:
Der bisherige Hydrokulturtopf der sich in seiner Bau - und Funktionsweise zur Anzucht von Pflanzen bestens bewährt hat, wird selbst nicht verändert, sondern nur zusätzlich mit 4 vorgestanzten Fenstern - die sich von der Nährlösungszone bis zum Ende der Feuchtzone erstrecken - versehen. Diese Fenster sind zum Zeitpunkt der Pflanzenproduktion bis hin zu unserem Einkauf oder dem des Verbraucher noch verschlossen.
Erst in dem Moment, in dem die Pflanze von uns – einzeln oder mit mehreren zusammen – in ein größeres Hydrokulturgefäß platziert wird, haben wir die Möglichkeit, diese 4 vorgestanzten Fenster mittels einer Kralle herauszubrechen. Nun haben die Wurzel der Pflanze die Chance, den Hydrokulturtopf im Bereich der Feuchtzone zu verlassen, und sich im gesamten übrigen Hydrokulturgefäß auszubreiten.

Das diese Behauptung wahr ist, wurde in der Forschungsanstalt Geisenheim. unter der Leitung von Herrn Dr. Molitor nachgewiesen und schriftlich dokumentiert.


Was erreichen wir?
Durch mehr Freiheit im Fußbreich (Wurzelbereich) ist die Pflanze in der Lage. besser durchzuatmen. Dadurch hat sie u.a. die Möglichkeit, mehr Schadstoffe aus der Raumluft aufzunehmen sowie ein besseres, schöneres, stabileres, langlebigeres Wachstum zu haben. Schädlingsbefall sowie Schadbilder gehen hierdurch stark zurück.
Dies führt zu zufriedeneren Begrünern und zufriedeneren Kunden, so dass sich die Meinung über Hydrokultur im positiven verändert und somit die Marktanteile gesteigert werden können.



Und ‘last but not least‘ - selbstverständlich zu zufriedeneren Pflanzen.


lch hoffe, daß meine ldee zum Tragen kommt und somit die Hydrokultur den ihr zustehenden Stellenwert erhält, als die Begrünung im lnnenraum schlechthin. (US)



Berlin, den 07. September 2007


© Udo Stock - Text

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